Kuchlbauer, Friedrich Hundertwasser und Peter Pelikan

Kuchlbauer, Brauereibiergarten und Kuchlbauer/Hundertwasserturm
Kuchlbauer, Brauereibiergarten und Kuchlbauer/Hundertwasserturm

Schönheit kann die Welt retten

Bei den Recherchen zu meinem Artikel über das Hundertwasseer-Haus in Wien waren mir auch die Wikipedia-Artikel über den Kuchlbauer-Turm und die Seiten der Kuchlbauer-Brauerei zum Turm und dem 2014 erbauten KunstHausAbensberg aufgefallen und hatte mir fest vorgenommen, auf dem Rückweg über Abensberg zu fahren, um mir diese Bauten anzuschauen, deren Realisierung (Turm 2010, Kunsthaus 2014) Hundertwasser nicht mehr erleben konnte (er starb 2000).

Kuchlbauer, Brauereibiergarten und Kuchlbauer/Hundertwasserturm
Kuchlbauer, Brauereibiergarten und Kuchlbauer/Hundertwasserturm

Das 1999 von Hundertwasser gezeichnete Konzept für den BierKunstTurm konnte wegen Bedenken der Denkmalschutzämter so nicht realisiert werden. Sein langjähriger Freund und Architekt Peter Pelikan plante sowohl den von 70 auf gut 34 Meter verkleinerten Turm als auch den Umbau der Talervilla neben dem Brauereigebäude zum KunstHaus im Einklang mit Hundertwassers Schaffen. Sogar die Mauer um den Gebäudekomplex ist nach Hundertwasser geformt, die Ketten aus runden Verzierungen bestehen in der Regel aus (Bier-)Flaschenböden.

Mauer um Kuchlbauer Gelände mit altem Fass
Mauer um Kuchlbauer Gelände mit altem Fass
Kuchlbauer, Brand auf altem Fass
Kuchlbauer, Brand auf altem Fass

Leider war ich für das Freibierangebot der Kuchlbauer-Brauerei am Samstag vor dem Gillamos (wie immer!) zu spät dran, konnte aber nach dem Gillamoos im Biergarten unter dem Turm eine Spezialität des Hauses trinken. Kuchlbauer hat sich auf Weissbier spezialisiert (was wir Nicht-Bayern Weizenbier nennen), die deftigste Variante ist das Aloysius (Dunkler Hefeweissbier-Bock) mit 7,2 Oktan und 16,5 °P Stammwürze. Kräfiges Aroma, wie ich es liebe, mit einem Hauch von Banane im Abgang 😉

Kuchlbauer Kunsthaus, Friedensreich Hundertwasser
Kuchlbauer Kunsthaus, Friedensreich Hundertwasser

Nun hoffe ich, daß ihr beim Betrachten der Bilder des KunstHauses nicht davon ausgeht, dass dessen Aussehen von meinem besoffenem Zustand herrührt. Das KunstHaus ist dem Schaffen von Hundertwasser gewidmet und bietet den Anblick von etlichen Originalgrafiken und eine Dokumentation seiner Architekturprojekte. Der Turm widmet sich dem bayrischen Weissbier. Beide Gebäude sind zu besichtigen, Tickets am besten vorbestellen!

Kuchlbauer Kunsthaus, Friedensreich Hundertwasser
Kuchlbauer Kunsthaus, Friedensreich Hundertwasser
Kuchlbauer Kunsthaus, Friedensreich Hundertwasser
Kuchlbauer Kunsthaus, Friedensreich Hundertwasser
Kuchlbauer Kunsthaus, Friedensreich Hundertwasser
Kuchlbauer Kunsthaus, Friedensreich Hundertwasser
Kuchlbauer Kunsthaus, Friedensreich Hundertwasser
Kuchlbauer Kunsthaus, Friedensreich Hundertwasser
Kuchlbauer Kunsthaus, Friedensreich Hundertwasser
Kuchlbauer Kunsthaus, Friedensreich Hundertwasser
Kuchlbauer Kunsthaus, Friedensreich Hundertwasser
Kuchlbauer Kunsthaus, Friedensreich Hundertwasser
Kuchlbauer Brauerei und Bierwelt, Friedensreich Hundertwasser
Kuchlbauer Brauerei und Bierwelt, Friedensreich Hundertwasser

Wenn ich mir die Artikel dieser Reise anschaue, habe ich den Eindruck, dass sie fast nur das Thema Kunst und Architektur zum Thema hatte. Sei es drum, denn, wie das Motto von Hundertwasser hoffentlich nicht nur mir sagt: Schönheit kann die Welt retten!

Schönheit kann die Welt retten!
Schönheit kann die Welt retten!

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Ein Besuch bei Miguel Horn

Miguel Horn an seiner Skulptur Felsenreiter
Miguel Horn an seiner Skulptur Felsenreiter

Vor knapp zwei Jahren hatte ich auf meiner Tour entlang der Donau in Oberösterreich die Werke von Miguel Horn entdeckt und Bilder in einem Artikel in diesem Blog veröffentlicht. Nach mehreren Telefonaten, in denen wir uns gut unterhalten hatten, waren wir uns einig, dass wir uns ~ irgendwann einmal ~ in natura begegnen sollten. Und nun war es soweit; drei Tage waren der alte Herr Magirus und ich bei Miguel zu Gast.

Miguel Horn ~ Felsenreiter ~ links der Abgrund
Miguel Horn ~ Felsenreiter ~ links der Abgrund

Dass nun ausgerechnet an dem Tag, an dem sich Miguel die Zeit genommen hat, mich kreuz und quer durch die niederösterreichische Landschaft zu fahren, um mir einige seiner im öffentlichen Raum installierten Kunstwerke zu zeigen, auch der Tag war, an dem sich die Wasser über dem Horizont mit den Wassern unter dem Horizont zu vereinigen suchten, machte die Arbeit mit der Kamera etwas schwieriger, zeigte aber auch, wie unterschiedlich die komplexen Edelstahlinstallationen je nach Licht und Betrachtungsstandpunkt wirken.

Miguel Horn ~ Felsenreiter ~ rechts geht es senkrecht nach unten
Miguel Horn ~ Felsenreiter ~ rechts geht es senkrecht nach unten

In seiner Skulptur der Felsenreiter, über der Donau bei Waldhausen, verdichtet er gleich vier Mythen der Donau, die Donau-Nixe Isa, den Raubritter, der die Gegend einmal unsicher machte, der sich der Bestrafung durch Kaiser Maximilian dadurch entzog, dass er sich samt Pferd über diesen Felsen in die Tiefe stürzte, und den grauen Mönch, der den Kaiser vor dem sicheren Tod rettete, in dem er ihn aus einem danach zusammenstürzenden Saal führte, und dem Donaufürsten zu einem komplexen Kunstwerk aus verschränkten Edelstahlelementen. Zweidimensionale Platten, aus denen mit dem Plasmaschneider Konturen und Silhuetten geschnitten werden, verschränkt zu stabilen dreidimensionalen Werken, die lebendig werden durch mit der Schruppscheibe gearbeitete, in der Sonne schillernden Texturen.

Miguel Horn ~ Felsenreiter ~ Sprung in den Abgrund
Miguel Horn ~ Felsenreiter ~ Sprung in den Abgrund

Die Donaunixe Isa, die einige der Arbeiten Miguels am Wanderweg Donausteig verbindet, hat bei ihm nicht den sonst üblichen Fischschwanz, sondern zu Flossen geformte Füße, und wird begleitet von den symbolischen Schlangen der sich durch die Landschaft mäandernden Donau. Die Stophand sowohl aktuelle Warnung für den Wanderer, als auch bewußt missachtete für den Raubritter, der im Sprung mit beiden Händen in den Abgrund, zur Donau zeigt.

Miguel Horn ~ Felsenreiter ~ Blick zur Donau
Miguel Horn ~ Felsenreiter ~ Blick zur Donau
Gobelwarte Grein und das Strudengauer Burgspektakel
Gobelwarte Grein und das Strudengauer Burgspektakel
Miguel Horn ~ Strudengauer Burgspektakel, Gobelwarte Grein
Miguel Horn ~ Strudengauer Burgspektakel, Gobelwarte Grein

Wie sehr diese Werke dazu einladen, sie immer wieder aus einem andern Blickwinkel zu betrachten, weil immer wieder neue Ansichten die Phantasie beflügeln, wird auch bei der Skulptur des Strudengauer Burgspektakels deutlich, die man auch vom daneben stehenden Aussichtsturm aus unterschiedlicher Höhe betrachten kann. Das Fest auf der Burg, wo das Pferd in der einen Hand den Reichsadler (oder den Pleitegeier?) und in der anderen den tanzenden Hund (oder den schlauen Fuchs?) balanciert, während der Ritter (warnend?) in die Ferne zeigt und der Hofnarr/Harlekin ausgelassen tanzt, zeigt nach Perspektivwechsel . . .

Miguel Horn ~ Strudengauer Burgspektakel, Gobelwarte Grein
Miguel Horn ~ Strudengauer Burgspektakel, Gobelwarte Grein
Miguel Horn ~ Strudengauer Burgspektakel, Detail
Miguel Horn ~ Strudengauer Burgspektakel, Detail

. . . in ironischem Augenzwinkern, wie das gehörnte Tier mit erigiertem Gemächt der anmutigen Frau (nennen wir sie Eva, oder ist sie Isa inkognito, ohne ihre Flossen?) an die Titten grapscht, während die nach dem biblischen Apfel (der Erkenntnis oder der Sünde?) greift, der ihr von der Schlange angeboten wird. Und eine Figur rauft sich (aus Verzweiflung?) mit zur Fratze verzerrtem Gesicht die Haare.

Miguel Horn ~ Strudengauer Burgspektakel, Eva (Isa?), die Schlange Donau und der Apfel
Miguel Horn ~ Strudengauer Burgspektakel, Eva (Isa?), die Schlange Donau und der Apfel

Es begeistert nicht nur die schillernde Darbietung der Geschichte, sondern auch die durch Texturen dreidimensional anmutenden Ausarbeitung der Platten. Phantasie, kreative Intelligenz plus gekonntes Handwerk ist gleich Kunst!

Miguel Horn ~ Strudengauer Burgspektakel, vom Turm aus gesehen
Miguel Horn ~ Strudengauer Burgspektakel, vom Turm aus gesehen

Miguel selbst ist übrigens kein Fan von solchen schriftlich niedergelegten Interpretationen, der Betrachter selbst soll den von den Werken inspirierten Assoziationen nachspüren. Der oben gezeigte Text ist also mein persönliches Erleben beim Besuch, erweitert noch durch die Auseinandersetzung mit den Bildern während der Auswahl und Bearbeitung zu diesem Artikel. Für Euch gilt: selber hingehen, schauen, erleben! Am Schluss des Artikels finden sich dazu die Positionen in Google Maps.

Miguel Horn ~ Strudengauer Burgspektakel, vom Turm herab
Miguel Horn ~ Strudengauer Burgspektakel, vom Turm herab
Miguel Horn ~ die Messerer ~ der Künstler an seinem Werk
Miguel Horn ~ die Messerer ~ der Künstler an seinem Werk

Die komplexen Edelstahlskulpturen sind sozusagen der vorläufig aktuelle Stand der Entwicklung der Arbeiten von Miguel Horn, der eigentlich in den 60er und 70er Jahren als Holzbildhauer mit zum Teil monumentalen Skulpturen Aufsehen erregte ~ davon später. In der zweiten Hälfte der 80er Jahre entstanden die ersten Arbeiten aus Metall; eine der Arbeiten ist diese: Die Messerer, entstanden 2007, fünf Meter hoch, mit ausgeschnittenen Kopfprofilen, aus der Ebene der vollen Platten herausgedreht und verschränkt. Nicht ganz so monumental sind die Skulpturen in der Freiluftgalerie in Engelhartszell, die ich schon in meinem Artikel von vor zwei Jahren gezeigt habe.

Miguel Horn ~ die Messerer, Ausschnitt
Miguel Horn ~ die Messerer, Ausschnitt

Miguel verarbeitet auch immer wieder aktuelle Ereignisse in zum Teil stark provozierende Werke. 1997 führte seine Installation ‚Wer vergibt uns unsere Schuld?‘ gegen Krieg und Ungerechtigkeit in Blindenmarkt , einer Kreuzigungsgruppe kopfüber, zu rigiden Kommentaren des Kameradschaftsbundes (der sich in seiner Selbstbeschreibung darstellt als ‚überparteiliche Organisation, die für aktiven „Frieden in Freiheit“ eintritt und die Zukunft unserer Heimat mitgestaltet‘) und zum Abbruch der Ausstellung. Hier die Arbeit ‚Rinderwahn‘, die auf einer Verkehrsinsel bei Waidhofen an der Ybbs ihren Platz gefunden hat.

Miguel Horn ~ Rinderwahn
Miguel Horn ~ Rinderwahn

Ergreifend ins Eingemachte gehen die Arbeiten, die in Impression durch die medial voll übertragenen Bilder aus dem Golfkrieg entstanden sind. Man google nach ‚Highway of Death‚: Die USA stoppten in der Nacht vom 26. auf den 27. Februar 1991 mit Minen Anfang und Ende des Konvois der Irakischen Truppen auf dem von der UN geforderten Rückzug, um mit mehrstündigen Luftangriffen alles niederzumähen. Zivilisten, die auf dem Highway unterwegs waren, hatten Pech. Zwischen 1800 und 2700 Fahrzeuge wurden zerstört, mindestens 800 bis 1000 Menschen kamen um. Wer sich die gruseligen Bilder noch einmal antun will, kann sich auch die Nachrichtensendung des Senders CBC zu den Vorfällen anschauen.

Miguel Horn ~ im Vordergrund Impressionen zum Highway of Death
Miguel Horn ~ im Garten, im Vordergrund Impressionen zum Highway of Death

Die Werke aus Draht und Thiokol, einem Kunststoff, wie er in der Isolierglasherstellung als Dichtmasse verwendet wird, reflektieren die Bilder von LKW-Fahrern, die aus ihren brennenden Fahrzeugen krabbeln. Miguel Horn: Mit meiner Arbeit ‚Die Abscheu des Krieges‘ möchte ich ein Denkmal setzen für die Verführten, ein Denkmal für die Toleranz, ein Denkmal zum Nachdenken, und schließlich einen Beitrag dazu leisten, damit in der Zukunft Kriege nicht mahr passieren können.

Miguel Horn ~ Impressionen zum Highway of Death ~ Kuwait
Miguel Horn ~ Impressionen zum Highway of Death ~ Kuwait

Der Jurist und Friedensaktivist Ramsey Clark kritisierte die Vorgehensweise als Verstoß gegen die Genfer Konvention und Kriegsverbrechen. Aber die mächtigsten der Welt, die den Krieg befehlen oder durch Eskalation provozieren, werden nicht zur Rechenschaft gezogen, egal ob sie aus dem Westen oder dem Osten kommen. Wie man aktuell sieht, ist Krieg immer noch möglich . . .

Miguel Horn ~ Platz der vergessenen Völker ~ Neuhofen an der Ybbs
Miguel Horn ~ Platz der vergessenen Völker ~ Neuhofen an der Ybbs

Für Miguel selbst seine „wahrscheinlich wichtigste Arbeit“ ist der ‚Platz der vergessenen Völker‘ in Neuhofen an der Ybbs. Ein Steinkreis aus fünf großen Granitstelen mit gekreuzigten, gequälten Kreaturen, ergänzt durch den Ostarrichi-Stein, auf dem in Schrift aus Edelstahl die Völker angezeigt werden, die im Lauf der Zeit das Land Österreich besiedelt haben (und wie z.B. die Slawen, wieder vertrieben wurden) und einem Stein, auf dem die weltweit bedrohten Völker auf Edelstahlplaketten aufgeführt sind ~ von den meisten kennen wir nicht einmal die Namen . . .

Miguel Horn ~ Platz der vergessenen Völker ~ Neuhofen an der Ybbs
Miguel Horn ~ Platz der vergessenen Völker ~ Neuhofen an der Ybbs
Miguel Horn ~ Platz der vergessenen Völker ~ Neuhofen an der Ybbs
Miguel Horn ~ Platz der vergessenen Völker ~ Neuhofen an der Ybbs
Miguel Horn ~ Platz der vergessenen Völker ~ Ostarrichi-Stein
Miguel Horn ~ Platz der vergessenen Völker ~ Ostarrichi-Stein
Miguel Horn ~ Platz der vergessenen Völker ~ Neuhofen an der Ybbs
Miguel Horn ~ Platz der vergessenen Völker ~ Neuhofen an der Ybbs
Miguel Horn ~ Platz der vergessenen Völker ~ Neuhofen an der Ybbs
Miguel Horn ~ Platz der vergessenen Völker ~ Neuhofen an der Ybbs

Mein dreitägiger Aufenthalt bei Miguel hat mir aber auch einen winzigen Einblick in die Schaffenshistorie und Schaffenskraft dieses Künstlers ermöglicht. Rund ums Haus sammeln sich Werke aus den unterschiedlichsten Perioden, die Stahlskulpturen frei im Garten, die aus Holz eher wettergeschützt unter Dach am Haus oder dem Carport. Und das in einer Menge, die buchstäblich überwältigend ist. Man fragt sich unwillkürlich, ob dieser Mann sich auch einmal eine Pause gestattet. Die Fülle der Werke zeigt in jedem Fall eine Entwicklung, in der Miguel sich und seine Formensprache von den großen Holzskulpturen über Stein, Marmor, Bronze, Stahl, Stahl und Kunststoff, Edelstahl immer weiter entwickelt und dabei die Möglichkeiten des jeweiligen Materials gekonnt genutzt hat.

Miguel Horn ~ im Garten ~ Hände
Miguel Horn ~ im Garten ~ Hände
Miguel Horn ~ im Garten ~ von 2D zu 3D
Miguel Horn ~ im Garten ~ von 2D zu 3D
Miguel Horn ~ Arbeit in Bronze
Miguel Horn ~ Arbeit in Bronze
Miguel Horn ~ Arbeit in Bronze
Miguel Horn ~ Arbeit in Bronze
Miguel Horn ~ im Atelier ~ Aktstudie in Holz
Miguel Horn ~ im Atelier ~ Aktstudie in Holz
Miguel Horn ~ im Atelier
Miguel Horn ~ im Atelier
Miguel Horn ~ Mutter mit Kind
Miguel Horn ~ Mutter mit Kind
Miguel Horn ~ der Künstler vor dem Arbre de Vie an seinem Lagerplatz
Miguel Horn ~ der Künstler vor dem Arbre de Vie an seinem Lagerplatz

Ein Beispiel für die frühen, großen Holzarbeiten ist der Arbre de Vie, Lebensbaum, eine Skulptur aus einer Redwood Sequoia, über zehn Meter hoch, die mehr als 35 Jahre in Pontoise, Nordfrankreich, aufgestellt war. Miguel sucht für dieses Werk einen Standort unter Dach, witterungsgeschützt, denn Wind und Wetter nagen mit der Zeit doch am Holz. Also, wer hat ein möglichst öffentlich zugängliches, mindestens 11 Meter hohes Dach und hat Interesse an einer (unter Umständen kostenlosen) Dauerleihgabe?

Miguel Horn ~ Arbre de Vie
Miguel Horn ~ Arbre de Vie
Miguel Horn ~ Arbre de Vie, Ausschnitt senkrecht gestellt
Miguel Horn ~ Arbre de Vie, Ausschnitt senkrecht gestellt
Miguel Horn ~ Arbre de Vie, Detail
Miguel Horn ~ Arbre de Vie, Detail
Miguel Horn ~ Arbre de Vie, Ausschnitt freigestellt
Miguel Horn ~ Arbre de Vie, Ausschnitt freigestellt

Zum Schluß noch, Miguel, meinen herzlichen Dank für die Zeit, die du dir für mich genommen hast, die Einblicke in dein Schaffen, für die Gastfreundschaft und die Aufnahme in deine Familie und Freundeskreis, und für die Begleiterin, die auf dem Tisch bei der Erstellung dieses Artikels zugeschaut hat!

mit Google-Maps zu den Werken:

Predigtstuhl – Felsenreiter
Gobelwarte Strudengauer Burgspektakel
Böhlerwerk – Die Messerer
Mensch und Kommunikation – Rinderwahn
Platz der vergessenen Völker

vom alten Artikel in diesem Blog:

Panta Rhei
Freiluftgalerie Engelhartszell
Römerburgus Oberranna
Schlögener Blick auf die Donauschleife

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Mural Harbor Update

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Sooo, jetzt also wie neulich versprochen: Was hat sich seit meinem letzten Besuch vor zwei Jahren in der Mural Harbor Gallery getan?

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Meine erste Befürchtung, dass das eine oder andere Kunstwerk übermalt worden ist, hat sich zum Glück nicht bestätigt. Es fand sich dann nur an einer anderen als der erinnerten Stelle. Ob das schon etwas mit dem Alter zu tun hat? Zu meinem Trost reicht die Erinnerung zumindest so weit, dass auch in jüngeren Jahren das exakte Gedächtnis ob des etwas verträumten Wesens dieses Gutmanns zur Vorsicht mahnte 🙂

da wächst so manches Kraut
da wächst so manches Kraut

Da das Hafengelände als sogenanntes Entwicklungsgebiet stetigem Wandel unterliegt, eine Mischung zwischen nicht mehr benutzten, benutzten und immer wieder auch neu errichteten Gebäuden besteht, kann man an der einen oder anderen Stelle durchaus so manches Kraut wachsen sehen. Was mobil ist, wird vielleicht von einem zu einem anderen Ort bewegt, auch das eine oder andere Mütchen gekühlt. Der Respekt vor der Kunst reicht auch nicht so weit, dass man nicht einen Palettenstapel oder Gerüstteile vor den Werken auf der Rampe stapelt. Was soll’s, im Prinzip ist noch alles da und allemal einen Erkundungs­gang wert! Und so habe ich ein paar Werke in diesen Artikel mit hineingenommen, die vor zwei Jahren unter den Tisch gefallen sind.

Katz und Maus
* Katz und Maus ~ durch Klick zu vergrößern auf bis zu 3000 Pixel Breite*

Erkundungsgänge (Mural Walks) mit erläuternden Führungen bietet auch die Website der Mural Harbor an, auf dem Programm stehen auch neben einer Hafenrundfahrt (Mural Boat) Kurse und Workshops für diejenigen, die selbst gerne lernen wollen, wie man’s macht. Und da so ein Rundgang durch ein industriell genutztes Gelände nicht ganz ungefährlich ist (besonders mit der Kamera oder Handy vor der Nase . . . noch ein Schritt zurück, damit das ganz draufpasst . . . uuuuups, schon ist man im Hafenbecken 😉 ), kann man am Wochenende (unter der Woche wird da gearbeitet und ist der Teufel mit schweren Maschinen los!) als Gelbwesten mit Sicherheitshelm getarnte Gruppen durch den Hafen ziehen sehen. Das hat dann auch den Vorteil, 100% legal zu sein 😉

Sprayen macht Spaß ~ schauen auch!
Sprayen macht Spaß ~ schauen auch!
Straßenbahn als Kantine
Straßenbahn als Kantine

Links:
Website der Mural Harbor an, Programm und Tickets
mein Besuch 2020 ~ Mural Harbor Gallery

Wien ~ Friedensreich Hundertwasser

Hundertwasserhaus ~ gestitched
Hundertwasserhaus ~ gestitched

Eine viertägige Stippvisite in Wien reicht sicher nicht aus, um die Stadt kennenzulernen. Doch um eine erste oder zweite Beschäftigung mit Friedensreich Hundertwasser, einem der bekanntesten ‚Söhne der Stadt‘, kommt man, komme ich nun wirklich nicht herum. Das poppig bunte, nach Möglichkeit gerade Linien und rechte Winkel vermeidende Hundertwasser-Haus, das der Nicht-Architekt im Auftrag der Stadt mit dem Architekten Josef Krawina und nach dem Zerwürfnis zwischen den beiden dann mit Peter Pelikan ~ mit etlichen Ausnahmen aus dem normalen Baurecht ~ gestalten konnte, ist Magnet für Wien-Touristen und beliebtes Photomotiv. Das obige Bild, gestiched aus drei Aufnahmen, würde dem Künstler vielleicht sogar gut gefallen, weil durch die extreme Perspektive die mehr oder wenig doch gerade Dachkante kräftig gebogen ist.

Hundertwasserhaus
Hundertwasserhaus

In seinem 1958 zum ersten mal verlesenen Verschimmelungsmanifest, das sich hier herunterladen läßt, fordert er die Einheit von Architekt, Maurer und Bewohner als Dreieinigkeit, bezeichnet die Verwendung eines Lineals (das Symbol des neuen Analphabetentums) in der Architektur als Verbrechen. Schon das Tragen einer geraden Linie bei sich müsse verboten werden! Der Mensch müsse seine kritisch-schöpferische Funktion wiedereinnehmen, die er verloren habe und ohne die er aufhöre, als Mensch zu existieren!

Hundertwasserhaus
Hundertwasserhaus

Der 1928 als Friedrich Stowasser in Wien geborene Hundertwasser erlebte als Heranwachsender das dritte Reich und überlebte es zusammen mit seiner Mutter, wärend seine jüdische Großmutter mütterlicherseits und 70 Verwandte dieses Glück nicht hatten. Das mag seinen Non-Konformismus mit verursacht haben, der ihn Zeit seines Lebens gegen Lineale, Zirkel, rechte Winkel und ebene Flächen rebellieren ließ, den die Gleichförmigkeit von Fenstern zu Vergleichen mit dem Eingesperrtsein in ein Konzentrationslager reizte.

Hundertwasserhaus
Hundertwasserhaus

Er setzte sich für das sogenannte Fensterrecht ein: Ein Mann in einem Mietshaus müsse die Möglichkeit haben, sich aus seinem Fenster zu beugen und – so weit seine Hände reichen – das Mauerwerk abzukratzen. Und es müsse ihm gestattet sein, mit einem langen Pinsel – so weit er reichen kann – alles rosa zu bemalen, so daß man von weitem, von der Straße, sehen könne: Dort wohnt ein Mensch, der sich von seinen Nachbarn unterscheidet, dem zugewiesenen Kleinvieh!

Hundertwasserhaus
Hundertwasserhaus

Ein weiteres Credo ist die sogenannte Baumpflicht. In den von ihm gestalteten Häusern wachsen Bäume nicht nur auf den Dächern und Terrassen, sie wachsen auch als Baummieter aus Fenstern und strecken von da aus ihre Zweige in die Sonne. Und nivellierte, gerade Fußböden wird man in seinen Häusern auch eher nicht finden ~ sowohl im Hundertwasser-Village, wo man mit ihm assoziierte Souveniers kaufen kann, als auch im KunstHausWien wölben sich die Fußböden, sodaß vom Menschen neues Wahrnehmen gefordert wird. Sogar das Pflaster in der Kegelgasse vor dem Hundertwasserhaus ist zu Hügeln aufgeworfen, die gerne bestiegen werden und dadurch geglättet, wie mit Schmierseife geschmiert ~ wer das Wahrnehmen und die Aufmerksamkeit nicht mitbringt, landet auf seinem eigenen Hintern 🙂

Hundertwasserhaus ~ immer viel Publikum
Hundertwasserhaus ~ immer viel Publikum

Das Hundertwasserhaus Ecke Löwengasse/Kegelgasse ist ein Mietshaus der Stadt Wien, das Fensterrecht ist in den Mietverträgen verankert. Die Gestaltung durch Hundertwasser unterliegt nicht dem Denkmalschutz. Allerdings wurde der Mietvertrag um die Klausel erweitert: „Der Mieter muß hierfür jedoch die Zustimmung der MA 19 (Stadtbauamt) und der Baubehörde einholen. Dem Vermieter sind die genehmigten Veränderungen anzuzeigen.“ Möglich ist es also, aber keiner der Mieter hat es bis jetzt in Anspruch genommen. Respekt vor dem Künstler, der zu Lebzeiten sogar Unterstützung bei Ärger mit den Vermietern zugesichert hat? In nicht von Hundertwasser gestalteten Häusern gab es gelegentlich Fälle . . . aber die meisten Leut trauen sich wohl nicht, oder verspüren nicht das Bedürfnis, ihre Individualität vor das Fenster ihrer Wohnung zu tragen.

Hundertwasserhaus ~ Durchgang zum Hinterhof
Hundertwasserhaus ~ Durchgang zum Hinterhof

Wie auch immer, der Künstler Hundertwasser hat als streitbarer Mensch und Individualist nicht nur die Architekturscene aufgemischt. Die Stadt Wien hat sich ~ punktuell ~ auf eine Zusammenarbeit mit ihm eingelassen, und das nicht abebbende Interesse von Touristen und Einheimischen gibt ihr im Nachhinein recht. Die Norm der modernen Architektur sind seine Ideen trotzdem nicht geworden. Individuaalismus in der Architektur kostet halt jede Menge Geld!

im Hinterhof ~ immer viel los ;)
im Hinterhof ~ immer viel los 😉
im Hinterhof
im Hinterhof
Blick aus dem Hinterhof zur Kegelgasse
Blick aus dem Hinterhof zur Kegelgasse
Hundertwasserhaus ~ Haustür
Hundertwasserhaus ~ Haustür
Schonung für die Bewohner
Schonung für die Bewohner
FriedensreicBoden im Hundertwasser-Village
Boden im Hundertwasser-Village
Treppe im Hundertwasser-Village
Treppe im Hundertwasser-Village
Brunnen im Foyer des Hundertwasser-Museums
Brunnen im Foyer des Hundertwasser-Museums

Impressionen ~ versteckte Kleinode in Linz

Toreinfahrt/Durchfahrt zum Innenhof ~ Linz
Toreinfahrt/Durchfahrt zum Innenhof ~ Linz

Bei einem Spaziergang durch die Linzer Altstadt, abseits der Hauptkommerzmeile, wo eh nur die in ganz Europa gleichen Konsumketten zu finden sind, findet man die eine oder andere reizvoll alte Toreinfahrt zu versteckten Hinterhöfen, unter Umständen mit einem Baum, mit Glück auch mit einem schön anzusehenden Treppenhaus ganz ohne Chromstahl und Plastik . . .

Toreinfahrt/Durchfahrt zum Innenhof ~ Linz
Toreinfahrt/Durchfahrt zum Innenhof ~ Linz
Toreinfahrt/Durchfahrt zum Innenhof ~ Linz
Toreinfahrt/Durchfahrt zum Innenhof ~ Linz
Treppenhaus in der Linzer Altstadt
Treppenhaus in der Linzer Altstadt
Treppenhaus in der Linzer Altstadt
Treppenhaus in der Linzer Altstadt
Treppenhaus in der Linzer Altstadt
Treppenhaus in der Linzer Altstadt
Treppenhaus in der Linzer Altstadt
Treppenhaus in der Linzer Altstadt
Treppenhaus in der Linzer Altstadt
Treppenhaus in der Linzer Altstadt
Gerberei ~ Altstadt Linz
Gerberei ~ Altstadt Linz
Gerberei ~ Altstadt Linz
Gerberei ~ Altstadt Linz
Gerberei ~ Altstadt Linz
Gerberei ~ Altstadt Linz

Nicht in der Altstadt, aber ein Hinweis auf ein Update eines Artikels aus meinem letzten Besuch in Linz. Was hat sich in der Mural Harbor Gallery getan? Demnächst auf dieser Seite, in diesem Theater 🙂

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Die Nixe Isa

Nixe Isa, die findet man immer wieder an der Donau
Nixe Isa, die findet man immer wieder an der Donau

Die Donaunixe Isa läuft einem an der Donau immer wieder über den Weg. So freizügig, wie sie sich präsentiert, wundert einen nicht, dass sie in alten Zeiten die Schiffersleut sehr beschäftigt und ab und an so abgelenkt hat, dass das zu einem Unglück führte. Nun ja, wenn man sich auf die Damenwelt einlässt, muss man mit sowas rechnen 🙁 die untere würde mir vom Gesicht her besser gefallen, auch an der Figur gibt es nichts auszusetzen. Aber der Blick! Diese ausgebohrten Augen! Nein danke! Und was will ein Mann schließlich mit einer Frau aus Holz? Und dann noch mit Fischschwanz? Wer weiß, ob das überhaupt zusammenpasst, in der Mitte, meine ich 😉

Isa
Isa
Isa
Isa
Isa
Isa

noch’n Kunstwerk!

oder: WOHIN Milch und Honig fließen

Piroge im warmen Abendlicht
Piroge im warmen Abendlicht

Ein Artikel, der jetzt auch schon mehr als eine Woche in der Pipeline steckt, aus gutem Grund ~ auf der einen Seite gehört er in den Bereich Kunst, der in den letzten Wochen hier in Oberösterreich einiges Bemerkenswertes in diesen Blog gebracht hat. Auf der anderen Seite geht es um viel mehr. Dieser Artikel gehört mindestens genauso sehr in die Kategorie der politischen Artikel, hier Polis-Angelegenheiten genannt, die mich immer besonders viel Energie für die Recherchen kosten, mich aber vor allem mental so weit herunterziehen, dass die Arbeit an einem Artikel mir die Laune zerschießt, weil das Gefühl der Machtlosigkeit gegen den Irrsinn mich überschwemmt. Und trotzdem, weil es immer noch und wieder aktuell ist, führt nichts an der Erkenntnis vorbei, dass dagegen anschreiben immer noch besser ist als nichts zu tun.

aus der erläuternden Tafel beim Werk
aus der erläuternden Tafel beim Werk

Mit der abgebildeten Piroge sind im Dezember 2006 fast einhundert Menschen von Afrika aus in dem zwar vor der afrikanischen Küste liegenden, aber zu Spanien und damit Europa gehörenden Teneriffa angekommen. Fast tausend Kilometer in einer offenen Nussschale aus Holz über einen Ozean, der auch in diesem Monat wahrlich nicht für eine Kaffeefahrt geeignet ist. Die Künstlerin, Photographin und Produzentin Susanne Posegga holte das Boot für das Projekt ’stranded‘ von Christoph Dräger im Rahmen des Festival der Regionen 2007 nach Schlierbach (OÖ), später war es auch bei Linz09 zu sehen. Seit 2009 steht es auf dem Hochwasserdamm von Ottensheim bei Linz, wo ich es entdeckt habe.

Piroge im warmen Abendlicht
Piroge im warmen Abendlicht

Im Mai 2011 begab sich Susanne Posegga in den Senegal, um die Geschichte des Flüchtlingsbootes nach den Namen und der Bemalung zu recherchieren und zu dokumentieren, fand heraus, wem das Boot gehört hatte, und dass die Namen an den Seiten die seiner Ehefrau und seiner Großmutter sind. Das Boot musste er aus Not verkaufen, und genau an diesem Punkt fängt die Geschichte an, in die Kategorie der Polis-Angelegenheiten zu fallen! Und ist immer noch, nach 14 Jahren, hochaktuell!

Piroge, Heck, Ruderbeschlag
Piroge, Heck, Ruderbeschlag

Denn immer noch und wieder viel mehr afrikanische Flüchtlinge kommen auf den Kanarischen Inseln an, seit die Route über’s Mittelmeer so gut wie dichtgemacht worden ist. Die EU hat ihre Grenzschutztruppe Frontex massiv aufgerüstet, kontrolliert mit Drohnen aus der Luft, kooperiert mit (und bezahlt!) marodierende(n) bewaffnete(n) Milizen in Lybien, die die Flüchtlinge abgreifen und in Lager stecken, wo Folter und Vergewaltigung zur Tagesordnung gehören. Private Hilfsorganisationen, die in Seenot geratene Flüchtlingsboote suchen und retten wollen, werden massiv behindert, Flugzeuge und Schiffe beschlagnahmt und am Boden / im Hafen festgesetzt. In Afrika kungelt man mit viel Geld sogar mit Diktatoren, damit Flüchtlinge auf dem Weg aufgehalten werden, da sind die gern geäußerten Mahnungen zu den Menschenrechten schnell vergessen. Man kooperiert mit der Türkei, mit dem in den Medien gerne Autokrat genannten Erdogan, zahlt Milliarden, damit er die Flüchtlinge daran hindert, nach Griechenland in die EU zu kommen. Ganz konkret soll sogar das Schiff Uckermark der deutschen Bundespolizei geholfen haben, dass ein Flüchtlingsschiff, das schon griechische Gewässer erreicht hatte, von der griechischen Küstenwache zurück in türkische Gewässer getrieben werden konnte. Pushback nennt man sowas, und verstößt gegen EU-Flüchtlingsrecht und Völkerrecht.

Piroge, Innenleben
Piroge, Innenleben

Also weichen die Flüchtlinge auf die noch weitaus gefährlichere Route zu den Kanarischen Inseln aus. Insgesamt 8.157 Migranten haben allein im November, innerhalb 30 Tagen, auf Schlauch- oder Holzbooten die Kanaren erreicht, ein Rekord. Wir sprechen hier in Europa über das exponentielle Wachstum der Corona-Infektionen, aber das ‚Wachstum‘ der Flüchtlingslandungen auf den Kanaren ist nun wirklich exponentiell, was auch daran liegen wird, dass die Auswirkungen der Corona-Krise in Afrika nach UN-Bericht bis zu 90% der Bevölkerung Einkommensverluste beschert:

Flüchtlinge, die über See auf die Kanaren kommen. Quelle: Spanisches Innenministerium, epdata.es
Flüchtlinge, die über See auf die Kanaren kommen. Quelle: Spanisches Innenministerium, epdata.es

Die Statistik im Original anschauen

Bei den Recherchen zu diesem Artikel hab ich einiges gelesen (eine kleine Linksammlung am Ende des Artikels). Besonders gespannt war ich nach dem Titel auf den Beitrag unseres ZDF (mit dem Zweiten sieht man besser!) ‚Warum die Kanaren wieder Flüchtlingshotspot sind:‘ „Dass jetzt wieder mehr afrikanische Migranten den Atlantik überqueren, liegt vor allem daran, dass die Mittelmeer-Fluchtrouten über nordafrikanische Länder wie Marokko und Libyen mithilfe der EU in den letzten Jahren dicht gemacht wurden. Dazu kommen Grenzschließungen wegen der Corona-Pandemie, die die Reise auf dem Landweg erschweren.“

Wieso diese Menschen, um die hundert in einem solchen Boot, sich auf den gefährlichen und teuren (bis zu 2000 €uronen verlangen die Schlepper für ein Ticket!) Weg machen, wird nur am Rande gestreift. Am Schluss wird eine zurückgeführte Flüchtige zitiert:

Ich sage ihnen, geht nicht! Die Reise ist nicht einfach und man sieht Dinge, die man in seinem Leben nicht sehen sollte. Fatoumata Sonko

Auf gut Deutsch: Bleibt bloß weg, es lohnt sich nicht!

Die EU-Innenkommissarin Ylva Johansson äußert sich so: „Auf den Kanaren komme es jetzt darauf an, dass jene, die kein Recht auf internationalen Schutz hätten, effektiv zurückgeführt würden. Zugleich müsse das Recht auf Asyl gewahrt bleiben.“

Wir wollen ja schließlich keine Wirtschaftsflüchtlinge auf unserem Geldbeutel liegen haben! Aber jetzt fragen wir uns einmal tatsächlich, WIESO diese Menschen sich auf den Weg machen, Tod, Folter und Vergewaltigung riskieren. Und was die EU damit zu tun hat!

Gehen wir also zurück zu der oben abgebildeten Piroge. Der Besitzer musste sie ein paar Wochen, bevor sie zu dem Sprung zu den Kanaren ansetzte, ‚aus Not‘ verkaufen. Wirtschaftliche Gründe also. Wie kommt es dazu?

Fischgründe der spanischen Flotte 2010 ~ die Ozeane hier bunt, je röter, desto mehr Fisch wird gefangen. Land grau. Vor der afrikanischen Küste fehlt der weiße Rand der 200-Meilen-Zone!
Fischgründe der spanischen Flotte 2010 ~ die Ozeane hier bunt, je röter, desto mehr Fisch wird gefangen. Land grau. Vor der afrikanischen Küste fehlt der weiße Rand der 200-Meilen-Zone!

Ein aktueller Artikel von Greenpeace erhellt ein wenig das Dunkel. Die Küste vor Westafrika wird von überwiegend aus Europa stammenden Trawlern leergefischt, hochsubventioniert. Allein die direkten Subventionen an eine einzige Firma (PFA) beliefen sich zwischen 1994 und 2006 auf 21,2 Millionen Euro. 142,7 Millionen zahlte sie für die Fischereirechte vor Marokko und Mauretanien. Für den Treibstoff für die Trawler wird keinerlei Steuer verlangt, auch eine Subvention! 78,2 Millionen Euro Jahr für Jahr – nur durch die Fischereiaktivitäten der PFA. Greenpeace thematisiert das unter ökologischen Interessen, das macht natürlich Sinn. Laut EU selber sind bis zu 88% der kommerziell genutzten Bestände überfischt, sie sinken rapide, die Fangquoten sind viel zu hoch, als dass sich die Bestände erholen könnten. Eine Subvention macht von der Seite her keinen Sinn!

Aber was hat das mit den Flüchtlingen zu tun?

So macht man einen kompletten Wirtschaftszweig nicht nur eines Landes, sondern von ganz Westafrikas kaputt!

Denn das Geld landet natürlich nicht bei den Fischern, sondern in den Taschen einer korrupten politischen Kaste. Die gesamte Küste Westafrikas wird von hochtechnisierten Trawlern leergefischt, für die heimischen Fischer mit ihren Pirogen bleibt da nichts mehr übrig, die werden in den Ruin getrieben. Die Menschen können dann ihren Fisch in Dosen kaufen, von der EU importiert! Von welchem Geld? Interessiert uns nicht!

Schlimm genug! Wenn das das Einzige wäre!

Kredite

Die Weltbank gewährt afrikanischen Staaten die für die Entwicklung dringend nötigen Kredite nur unter strikten Bedingungen, die vor allem eine Öffnung für ausländische, sprich westliche sogenannte ‚Investoren‘ beinhalten, am liebsten über sogenannte ‚Freihandelsabkommen‘ („Economic Partnership Agreements“, kurz EPAs). Dadurch hat Europa dann die Möglichkeit, in der EU hochsubventionierte landwirtschaftliche Erzeugnisse (fast 60 Milliarden €uro schüttet die EU jedes Jahr an ihre Landwirte aus!) zum Teil unter Gestehungspreis nach Afrika zu exportieren. Die heimischen Bauern können mit den Preisen nicht konkurrieren und müssen aufgeben.

Landgrabbing

Ertragreiche Landwirtschaftliche Flächen werden weltweit immer mehr zur Mangelware, deswegen kaufen in den letzten Jahren immer mehr Investoren, in der Regel kapitalkräftige Aktiengesellschaften, große Gebiete auch in Afrika auf. Da die Landwirte da überwiegend seit Generationen Flächen bewirtschaften, zu denen sie keinen Titel, will heißen keine Besitzurkunde haben, denn so etwas hat es bis dahin schlicht nicht gegeben, wird das Land sozusagen über ihren Kopf hinweg verkauft. Die Bauern werden vertrieben. Im Land profitiert allenfalls eine Politkaste, die in den Metropolen wohnt. Auf den Flächen werden dann weniger Nahrungsmittel (~1/3), dafür eher Futterpflanzen für den Export oder ‚Energiepflanzen‘ zur Erzeugung von Brennstoffen ‚kultiviert‘. Dazu kommt dann noch, dass beim Verkauf des Landes meist auch die Wasserrechte inbegriffen sind, sodass auch das Wasser unter ausländische Kontrolle gerät!

Rohstoffe

Öl oder seltene Erden, die wir für unsere elektronischen Gadgets und die Digitalisierung brauchen, werden unter Zerstörung der Umwelt dem Kontinent entrissen, unter Inkaufnahme von der Sklaverei nicht nur ähnlichen Arbeitsbedingungen. Unseren Elektronikschrott exportieren wir wieder nach Afrika, weil es billiger ist als eine umweltgerechte Entsorgung und Recycling bei uns. Afrika als Sondermüllkippe!

Failed States

Und dann werden immer wieder Regierungen gestürzt, die Zahl der ‚Failed States‘ werden immer mehr. In dem danach entstehenden Chaos kämpfen diverse schwerbewaffnete Milizen um die Macht, die ein Leben in diesen Staaten zur Hölle machen. Der Westen, auch die EU, ist politisch, militärisch und über Waffenexporte mit daran beteiligt.

Raffgier, Ausbeutung

Der Kolonialismus ist zwar Geschichte, seine Folgen aber noch lange nicht aufgearbeitet und wieder gutgemacht. Realistisch betrachtet geht die Ausbeutung des Kontinents mit den Mitteln der finanziellen Übermacht weiter wie gehabt. Wir, die wohlhabenden Länder, allen voran die EU, zerstören mit unseren egoistischen Wirtschaftsinteressen wenigstens halbwegs funktionierende Strukturen auf dem Kontinent. Den chancenlosen Menschen, die ihr Heil in einer ~ lebensgefährlichen ~ Flucht in die Gegend der Welt suchen, WOHIN MILCH UND HONIG FLIESSEN, denen erzählen wir dann, sie seien Wirtschaftsflüchtlinge:

EU-Innenkommissarin Ylva Johansson: „Auf den Kanaren komme es jetzt darauf an, dass jene, die kein Recht auf internationalen Schutz hätten, effektiv zurückgeführt würden. Zugleich müsse das Recht auf Asyl gewahrt bleiben.“

Die Ausbeutung von Afrika ist ein politischer Akt der sogenannten 1. Welt, durchgeführt mit der überwältigenden ökonomischen Macht, und wenn die nicht reicht, auch mit militärischer.

Insofern sind diejenigen, die hierherkommen, auch als politische Flüchtlinge mit Recht auf Asyl zu sehen, weil ihre Notlage durch unsere Politik zustande kommt. Punkt!

Meine direkte, ehrliche Meinung zum Schluss: ES KOTZT MICH AN!!!

Ich wünsche allen fröhliche Weihnachten!

Linksammlung:

Website von Susanne Posegga

Redaktionsnetzwerk Deutschland: Immer mehr Flüchtlinge kommen über die tödlichste Route

EU-Innenkommissarin Ylva Johansson: Auf den Kanaren komme es jetzt darauf an, dass jene, die kein Recht auf internationalen Schutz hätten, effektiv zurückgeführt würden. Zugleich müsse das Recht auf Asyl gewahrt bleiben.

Deutsche Welle: Kanarische Inseln ziehen immer mehr Migranten an

Die Kanarischen Inseln erleben derzeit eine breite Flüchtlingswelle. Allein von Samstag bis Montag kamen gut 2200 Migranten in 58 offenen Holzbooten auf den spanischen Urlaubsinseln im Atlantischen Ozean an. So viele Menschen aus afrikanischen Ländern wurden zuletzt während der Flüchtlingskrise 2006 registriert, meldete die Nachrichtenagentur Europa Press. Die meisten Migranten gingen in der Hafenstadt Arguineguin im Süden von Gran Canaria an Land. Dort platzt das Aufnahmelager des Roten Kreuzes aus allen Nähten. Mehr als 1.500 Menschen teilen sich ein Dutzend Duschen und Dixi-Klos. Viele Ankömmlinge müssen zunächst auf dem Steinboden der Hafenmole schlafen.

Deutsche Welle: Mindestens 140 Migranten vor der Küste Senegals ertrunken

Die Kanaren scheinen aus afrikanischer Perspektive zum Greifen nahe. Immer wieder wagen Flüchtlinge deshalb in (zu) kleinen Booten die Überfahrt. Nun ist diese einmal mehr zur Todesfalle geworden.

Greenpeace: Subventionen für die Plünderung der Meere

Die Arten der Fördermittel an die PFA sind sehr unterschiedlich und nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. So werden direkte Subventionen von EU und Mitgliedsstaat gezahlt, um etwa Motoren, Fanggeräte und sonstige Ausstattung an Bord der Schiffe zu modernisieren. Die direkten Fördergelder an die PFA beliefen sich zwischen 1994 und 2006 auf insgesamt 21,2 Millionen Euro.

Um ganz andere Summen geht es, wenn man den Weg der indirekten Subventionen, beispielsweise steuerbefreiter Kraftstoff und Zugangsrechte zur Fischerei vor Westafrika, an die PFA zurück verfolgt. Der EU war es geschätzte 142,7 Millionen Euro wert, der PFA zwischen 2006 und 2012 Zugang zu Fischereigründen vor Marokko und Mauretanien zu ermöglichen. Die privaten Fischereibetriebe müssen dabei nur einen marginalen Anteil selber finanzieren – zwischen 4,6 und 11,1 Prozent. Legal kommt man billiger nicht an Fisch in anderen Regionen heran.

Weiterhin erhebt die EU auf beinahe jeden Energieverbrauch Steuern – jedoch nicht in der Schifffahrt beziehungsweise der Fischerei. Verglichen mit einer realistischen Versteuerung des Treibstoffverbrauchs in der Schifffahrt entgehen dem Fiskus jährlich bis zu 78,2 Millionen Euro pro Jahr – nur durch die Fischereiaktivitäten der PFA. Unter dem Strich ergeben die unabhängigen Analysen, dass ohne finanzielle Zuwendungen aus öffentlicher Hand den Unternehmen der PFA ein durchschnittlicher finanzieller Schaden von jährlich bis zu 50,3 Millionen Euro entstehen würde.

Ausführlicher Artikel auf Telepolis zur Fischereipolitik: Der große Fischzug

Word Ocean Review

Süddeutsche Zeitung: Europa verschiebt seine Aussengrenze nach Afrika

Deutsche Welle: EU-Freihandelsabkommen mit Afrika: Hilfe oder Selbstbedienung?

Brot für die Welt: Kritik an EU-Afrika Handelsabkommen (EPAs)

„Die so genannten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen stellen einen tiefen Angriff auf die Wirtschaftsstrukturen afrikanischer Länder und Regionen dar. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern werden einer unfairen Konkurrenz mit der EU ausgesetzt“, betont Roland Süß von Attac Deutschland. „Die Abkommen führen zu massiven Verlusten von Staatseinnahmen durch Zollabbau. Darüber hinaus sprechen sie den afrikanischen Ländern das Recht ab, strategische Partnerschaften mit Drittländern mit einem bestimmten Anteil am Welthandel abzuschließen. Somit stören sie viele der Prozesse, die die Afrikanische Union anstößt.“

Deutsche Welle: EU-Freihandel mit Afrika: Unfairer Deal?

Was passiert, wenn die EU einerseits versucht, Fluchtursachen zu bekämpfen, aber andererseits gleichzeitig neue schafft? Die geplanten Handelsabkommen zwischen Afrika und EU könnten genau das tun, befürchten Kritiker.

Die Donau, die Römer und Miguel Horn

da geht's lang!
da geht’s lang!

Mit der gestrigen reichlich anstrengenden Radtour vom Ufer der Donau, viereinhalb Stunden über Berg und Tal, gleich am Anfang 19% Steigung, dann immer wieder gefühlt mehr rauf als runter zum Aussichtspunkt Schlögener Blick auf die Donauschleife bei Schlögen, findet ein Artikel ein zumindest vorläufiges Ende, der mich die letzten 8 Tage beschäftigt hat ~ eine Sammlung einiger Werke des Bildhauers Miguel Horn.

Donauschleife Schlögener Schlinge
Donauschleife Schlögener Schlinge

Ohne das Wissen darum, dass Miguel Horn einen Wegweiser zum ‚Blick‘ und einen Kopf des römischen Wächters direkt am Aussichtspunkt gestaltet hat, hätte ich diese Tour de Force wahrscheinlich nicht in Angriff genommen ~ und bestimmt auch nicht mit dem Fahrrad, wenn ich im Voraus gewusst hätte, wie anstrengend das wird. Ich bin ja schließlich kein Masochist, oder? 🙂

der römische Wächter
der römische Wächter

Aber fangen wir mal mit einer Erklärung der Überschrift an, die Donau und die Römer. Die Donau war hier die nördliche Grenze des antiken römischen Reiches. Militär war zur Sicherung der Grenzen stationiert, und Österreichs Touristikwirtschaft bezieht sich natürlich gerne darauf, um die Rad- und Wanderwege an der Donau mit ein wenig historischem Geschmäckle aufzupeppen. Es gibt einige Museen, die die Anwesenheit der Römer in der Gegend thematisieren (zur Zeit alle wegen Corona geschlossen), so auch das Römerburgus Oberranna / Engelhartszell. Und den ganzen Donauradweg und den Donauwanderweg Donaustieg entlang findet man immer wieder Hinweise auf die Anwesenheit des Imperium Romanum im heutigen Oberösterreich. Oft auch mit aus Edelstahl geformten Reliefs des Künstlers Miguel Horn. Das hat mich neugierig gemacht (oder war ich schon immmer so? 🙂 )

Miguel Horn ~ Römischer Wächter
Miguel Horn ~ Römischer Wächter

Der 1948 in Passau geborene Miguel Horn, aber in Chile aufgewachsen und erst als Erwachsener nach Europa zurückgekehrt, inzwischen in Niederösterreich in Neuhofen an der Ybbs zu Hause, ist hier überall so präsent, dass man kaum an ihm vorbeikommt. Und ich, der ich in jüngeren Jahren sehr viel mit Stahl gearbeitet habe, schon gar nicht. Ich hab so den Verdacht, dass im Hintergrund dieser Faszination so eine Art Seelenverwandschaft an mir zupft, wie ich gestern beim Anblick von ‚Panta Rhei‘ feststellen konnte. Nicht nur dass das ‚Alles fließt‘ mit zum Motto meines mobilen Lebens gehört und mich an Flüssen entlanghangeln lässt, sei es Rhein, Rhone, Mosel, Ebro oder jetzt die Donau ~ die Themen des Mannes (laut Wikipedia die ’negativen Auswirkungen unseres Wohlstands: Verlust der Individualität, Zurückdrängung indigener Völker, Zerstörung letzter Naturreservate, um nur einige zu nennen‘ sind meinen verwandt. Mit dem Unterschied, dass er nicht nur unwahrscheinlich produktiv ist, während unsereiner oft sinnierend auf das vorbeifließende Wasser schaut . . . und eine Durchsetzungskraft hat, die mir abgeht. Man kann es auch ein gerüttelt Maß an Frechheit nennen, wenn er wie 1975 seine fünf Meter hohe Skulptur Je cherche mon visage unautorisiert unter dem Eiffelturm in Paris aufstellt 🙂 Vielleicht hätte ich Ende der 90er COR vor dem Freiburger Münster aufstellen sollen . . . Miguel nennt seine Skulpturen zu Holz, Stein und Metall erstarrte Gedankengänge. Also lasst uns mitdenken, mitträumen!

Miguel Horn ~ Römischer Wächter
Miguel Horn ~ Römischer Wächter am Römerburgus Oberranna / Engelhartszell ~ im Hintergrund der alte Herr Magirus
Miguel Horn ~ Panta Rhei
Miguel Horn ~ Panta Rhei

Zitat Miguel Horn: Die Skulptur „Panta Rhei“ setzt sich aus vielen urtümlichen Fischen zusammen, die sich gegenseitig beim Durchschwimmen der Schlinge unterstützen. Jedes einzelne Element trägt zur Stabilität der Skulptur bei, so wie in jedem Ökosystem nur die Vielfalt der Organismen seine Stabilität gewährleistet.

Miguel Horn ~ Panta Rhei
Miguel Horn ~ Panta Rhei
Miguel Horn ~ Panta Rhei
Miguel Horn ~ Panta Rhei
Miguel Horn ~ Panta Rhei
Miguel Horn ~ Panta Rhei
Miguel Horn ~ Panta Rhei
Miguel Horn ~ Panta Rhei
Miguel Horn ~ Panta Rhei
Miguel Horn ~ Panta Rhei

Die erste Arbeit, die mir von Miguel Horn aufgefallen ist, war die Donaunixe an der Promenade von Aschach mit ihrem (w)irren Haar und der ‚römischen‘ Nase 😉

 Miguel Horn ~ Donaunixe ~ Relief in edlem Stahl ~ b&w-Ausarbeitung
Miguel Horn ~ Donaunixe ~ Relief in edlem Stahl ~ b&w-Ausarbeitung
und noch ein Römer . . .
und noch ein Römer . . .

Und nun zum Schluss noch einige Skulpturen, die zur Zeit als Leihgabe am Ufer der Donau bei Engelhartszell aufgestellt sind.

Miguel Horn ~ Phönix aus der Asche
Miguel Horn ~ Phönix aus der Asche
Miguel Horn ~ Abgesang der bedrohten Völker
Miguel Horn ~ Abgesang der bedrohten Völker
Miguel Horn ~ Das Rad des Dharma
Miguel Horn ~ Das Rad des Dharma
Miguel Horn ~ Zoaga
Miguel Horn ~ Zoaga
Miguel Horn ~ Birnbeitla
Miguel Horn ~ Birnbeitla
Miguel Horn ~ Birnbeitla
Miguel Horn ~ Birnbeitla

Links:
Webseite von Miguel Horn
Wikipedia über Miguel Horn
Römisches Erbe in Oberösterreich