Schoggi! erobert Hamburg ;-}

So, nun habe ich also in den letzten 2 Tagen meinen Standort von der Großstadt Berlin zur Großstadt Hamburg (Eppendorf) verlegt. Stehe auf einem Parkplatz an einem kleinen Park mit einem kleinen Kanal, und Schoggi! hat schon wieder die Umgebung erobert – z.B. Kontakt zu einem Pärchen aufgenommen, mit dem sich gleich ein Gespräch ergeben hat. Normalerweise schafft man sich für sowas einen Hund an, aber eine Katze wie Schoggi! kann das genausogut.
Außerdem: Dogwatching aus 2 Metern Höhe in der Astgabel einer Birke. Im Moment hat Schoggi! wieder mal ein Mäuschen zum Spielen eingeladen – wie schonmal gesagt, ich glaub ja nicht, daß die Mäuschen das so toll finden, aber erzählt das mal der Gaaatz . . .
Die hat übrigens den größten Teil der Fahrt bei mir vorne auf dem Fahrersitz verbracht, teilweise aus dem Fenster guckend, teilweise auf meinem Schoß poofend. Gaaatz gewöhnt sich also, aber gefallen tuts immer noch nicht so richtig.

Neues von Schoggi!

Und für diejenigen, die an der oder an dieser speziellen Phiel-Phie-O-Sophie keine Freude finden oder noch nicht genug Freude haben, gibts ein neues Bild von Queen Schoggi! – die gerade mal wieder aushäusig ist!

Diese Stadt frißt die Zeit!

Wundert euch nicht, daß die Blogbeiträge in etwas weiteren Abständen kommen – siehe Titel!
Schon allein das Wäschewaschen (war dringend nötig, ich hätte sonst nackt gehen müssen und wäre u.U. wegen öffentlicher Erregung verhaftet worden ;-} ) hat mich einen halben Tag gekostet. Auch in Zeiten des Internets nicht ganz einfach, einen Automatenwaschsalon zu finden, anschließend 6! Kilometer mit dem hochbeladenen Fahrrad dahin, danach erstmal eine 3/4 Stunde durch die Läden wg. Münzen (wer trägt schon 16 Euroz in Metall mit sich herum), weil es keinen Wechselgeldautomat gibt, um mir zuletzt in einer Postbank einen Vortrag anzuhören, daß man nur für Postbankkunden . . . aber dann AUSSNAHMSWEISE!!! doch . . . und am Ende vom Lied war die Wäsche nach 50 Minuten in zwei Trocknern immer noch klamm, wo mir normalerweise 30 Minuten in einem Trockner reichen . . . pffffffffff!!!

Wenn man wie ich aus der Provinz ;-} (ist Freiburg jetzt eine kleine Großstadt oder eine große Kleinstadt?) in unsere Metropole Berlin kommt, hat man die Erwartung, daß jetzt die Erfüllung aller Wünsche spätenstens direkt hinter der nächsten Ecke möglich ist, aber das ist eine Illusion. Die Wege, die man auf sich nehmen muß, sind gigantisch, man ist schnell mal 20 Km mit dem Auto unterwegs, und ob man dann wirklich kriegt, was man will, das sei mal dahingestellt.

Im Osten der Stadt ist die Situation nochmal verschärft. Punktuell sichtbare Rieseninvestitionen in Chrom und Glas wechseln mit offensichtlichem Verfall, und die blitzsaubere Innenstadt von Köpenick mit mehr als 116tausend Einwohnern macht zeitweise einen recht ausgestorbenen Eindruck, weil eine neue Einkaufspassage (Forum Köpenick) am S-Bahnhof die Kunden abzieht – die Leute können halt nur das Geld ausgeben, was sie in der Tasche haben! Und deshalb wird gegenüber die nächste Mall gebaut!
Verwundert hat mich Provinzler auch, daß in diesem Einkaufsparadies um 20 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden! Nach meiner Wäscheorgie konnte ich nur noch ganz knapp vor 20 Uhr Lebensmittel für mich und Schoggi! kaufen, während ich in Freiburg und der weiteren ländlichen Umgebung in jedem REWE bis Mitternacht und jedem Edeka mindestens bis 21 Uhr einkaufen kann. In Köpenick ist um 20 Uhr Schluß, da hat es sich dann!

Der Bär geht im ehemaligen Westberlin ab, da pulst das erwartete Großstadtleben, wie ich gesten in Stieglitz und vorgestern in Schöneberg feststellen konnte. Es gibt in diesem Berlin durchaus Bezirke, in denen ich mich wohlfühlen könnte, aber insgesamt gesehen ist es mir zu groß und zu hektisch.

Auch von den Menschen her fühlt sich das sehr unterschiedlich an, wobei meine Erfahrungen schon etwas sehr Stichprobenartiges haben. Vorgestern habe ich den Bus in einer kopfsteingepflasterten Straße zwischen einem Park und älteren Wohnblocks in Berlin-Mariendorf abgestellt und wurde gleich von einer Familie angesprochen – er begeistert vom Bus, sie von Schoggi!, am nächsten Morgen ein langes Gespräch mit einem älteren Herren, der mir viele Tipps gegeben hat, also eine sehr freundliche Umgebung.
Jetzt bin ich nur ein paar Kilometer weiter in Lichtenrade, am Rand eines kleinbürgerlichen Wohnviertels mit Einfamilienhäusern, und da werde ich allenfalls scheel angeschaut: Was will dieser Vagabund hier?
Nun, dieser Vagabund hat nur einen ruhigen Platz für sich und seine Schoggi! gesucht, mit weniger Autoverkehr. Dafür hats hier mehr Hunde, denn ich bin hier wieder mal an der Standart-Hundemeile gelandet, aber Schoggi! nimmts recht gelassen . . . ;-}

 

Müde bin ich Känguruh . . .

mache meinen Beutel zu . . .
lege meine Ohren an . . .
damit ich besser schlafen kann . . .

Schön wärs, aber dazu ist es noch zu früh!

Der heutige Tag war recht lang, weil ich schon gegen 4 aufgewacht bin und danach nicht mehr geschlafen habe, im Gegenteil, 180 km meist auf der Autobahn, dann so 30 km durch Bärlin, weil mein elektronischer Navigator der Meinung war, ich bräuchte zuerst eine „kleine“ Stadtrundfahrt über den Alexanderplatz, bevor ich hier auf dem WoMoStandplatz am Köpenicker Hof meine Ruhe finde.
Das ist hier ein altes Fabrik- und Werkstadtgelände mit dem dazugehörigen Charme, an sich ja schon mein Fall. Ein wenig heruntergekommen, alles macht noch ein bischen einen improvisierten Eindruck. Aber zum Stellplatz gehört ein Biergarten, und Toiletten und Duschen! gibt es auch. Also an sich kein Grund zur Klage, auch wenn es mich ein wenig mehr kostet  als in Freiburg bei Eckhard . . .

Schoggi! hat die lange Busfahrt ziemlich genervt und wollte unbedingt raus. Als ich nach dem Begrüßungsgespräch hier auf dem Platz zurück zum Bus gekommen bin, war sie schon ausgebüxt, obwohl nur ein schmaler Spalt oben am Fahrer-Seitenfenster offen war.
Nach einem kleinen gemeinsamen Erkundungsspaziergang über den Platz war Schoggi! dann verschwunden, und ich hab sie erst recht spät gefunden: Nur 3 Meter vom Bus entfernt in einem Grasbüschel zusammengerollt, total erschöpft schlafend, konnte kaum einen Spalt die Augen aufkriegen . . .
Inzwischen hat sie sogar ein wenig nasses Futter gegessen und ist auf Exkursion. Ich hoffe, daß sie auf sich aufpasst: Diesmal nicht wegen Autos, ein Fuchs soll ab und an auf dem Gelände sein.
Schoggi! Pass! Auf!

Ich selbst hab eine kleine Erkundungsfahrt mit dem Fahrrad gemacht, direkt gegenüber ein vergammeltes Bahngelände mit etlichen vandalisierten Holzschuppen, die sogar für mein morbides Architekturinteresse wirklich rein gar nichts hergeben, ansonsten macht Köpenick einen recht aufgeräumten Eindruck.

Und ich war tanken, sonntags ist der Diesel ja meist billiger, und ich habe den Tank lieber heute nachgefüllt als bis Ende der Woche zu warten, wo ich nach Hamburg will. Die angenehme Nachricht ist, daß der Verbrauch noch nie so niedrig war, 15 1/3 Liter auf 100 km, mit einem Mix von Landstraße über Berg und Tal, inclusive im kleinen Gang über die Kopfstein-Holperstrecken, und Autobahn mit 80, 90 km/h. Kann sich sehen lassen, für ein Fahrzeug dieses Alters und dieses Gewichts. Der Unterschied zwischen Kurz- und Langstrecke, Winter und  Sommerbetrieb ist jedenfalls stark spürbar!

Nervig ist im Moment mein smartes Phone, das alle Nase lang die Verbindung zum Internet verliert oder ganz einfriert, daß nur ein Reset es wieder zum Leben erweckt. Muß wohl meine ganzen Daten sichern und dann das Kistchen in den Ursprungszustand zurückversetzen, wenn das nichts hilft ist auch diese elektronische Nervensäge ein Fall für die Reparatur! :-[

So, jetzt werd ich mir noch was kochen, danach duschen und ins Bett. Morgen gibt es viel zu tun in Bärlin!

Oh what a night!

Gestern eine um die 60 Km- genaueres läßt sich nicht sagen, da das GPS-Tracking mit mehreren Unterbrechungen und schließlich gar nicht mehr funktionierte, Akku bambam! –  lange Radtour  durch die „Gartenlandschaft“ nach Wörlitz, über Vockerode (riesiges stillgelegtes Braunkohlekraftwerk Baujahr 1937) und einen „kleinen“ Umweg über die Törtensiedlung mit den vom Bauhaus gestalteten Reihenhäusern und Laubenganghäusern. Man würde nicht meinen, daß diese Siedlung bald 85 Jahre auf dem Buckel hat, sie ähnelt eher den in den 70er Jahren errichteten Satellitensiedlungen (wie z.B. FR-Landwasser) . Viel ist verändert worden im Lauf der Zeit, weniges original oder „original wiederhergestellt“.  Das ist ein schwieriges Thema, denn die Architektur des Bauhauses war im konkreten Sinn des Wortes „experimentell“, man wollte auch Erkenntnisse mit neuen Baustoffen und rationeller, z.T. industrieller Fertigung gewinnen. Das führte oft zu Baumängeln, und energetisch waren die Häuser in der Regel eine Katastrophe (keine Isolation, Einfachverglasung mit schmalen Stahlrahmen). Und die Nazis konnten mit dem modernen Stil, vor allem den so undeutschen Flachdächern nichts anfangen und betrieben zum Einen die Schließung des Bauhauses und auch die Anpassung der Architektur an ihre Vorstellungen. Zur Diskussion, wie die Architektur wieder hergestellt werden soll ein guter Artikel hier am Beispiel der Meisterhäuser.

Nun gut, zurück zum Thema: Nach meiner Radtour war ich schon angenehm müde, hab mir noch etwas gekocht und ansonsten hatte ich eigentlich nichts mehr vor, als um 22 Uhr eine Böllerei losging, die mich nach einer Viertelstunde doch nochmal an die Elbe trieb. Das Feuerwerk, wenns denn eins gab, war da schon vorbei, aber eine Unmenge kleiner Heißluftballons war über der Elbe zu sehen, ungefähr in der Gegend des Kornhauses. Sehr schön anzusehen!

Zurück am Bus sehe ich, wie Schoggi! um ein Paar herumscharwenzelt, das sich dann natürlich auch intensiv kümmert. Ich unterhalte mich eine Weile mit den beiden, und als wir uns verabschieden und die beiden davongehen, wer geht da nicht mit? Meine? Schoggi! Ich rufe, sie dreht sich kurz um  – und spielt dann weiter Stürmen und Fangen mit denen. Ich schaue ihnen nach, die ganze Straße lang läuft Schoggi! mit und weg . . . Saloppe!

Nach meiner abendlichen Zu-Bettgeh-Waschung mache ich mich nochmal auf den Weg, meine? Katze einzusammeln, laufe die Straße entlang, bis man den Bus kaum mehr sehen kann, untersuche auch eine Seitenstraße. Nichts, gar nichts! Die Katze habe ich wohl gesehen . . .

Auf dem Rückweg, kurz vor dem Bus, hoppelt dann irgendwas auf mich zu, meine? Katze? Viel zu groß dafür. Wie ein mittelgroßer Hund mit kurzen Beinen, aber massiger. Hat einen weißen Strich auf dem Kopf. Ist ein Dachs! Wir inspizieren uns gegenseitig im Abstand von ca. 15 Metern. Und ich sag euch, so ein Dachs in dieser Größe nötigt einem schon einiges an Respekt ab!
Zum Glück findet der Dachs, daß man auch vor mir Respekt haben sollte, dreht sich um und verzieht sich – in Richtung der Häuser! Wohlgemerkt, ich stehe in einer ruhigen Allee zwischen einer Gärtnerei und einer Siedlung, nicht in der freien Natur, nicht im Wald!

Ich lege mich schlafen und meine Gedanke drehen sich um die Möglichkeit, daß Schoggi! nur ein kurzes Gastspiel bei mir gegeben hat und dieses Gastspiel möglicherweise zu Ende ist.

Als ich morgens um vier aufwache und nicht mehr einschlafen kann, beschließe ich, aufzustehen und nach dem frühen Kaffee meine? Katze zu suchen. Und was sehe ich da vor meinem Bus, ca. 25 Meter entfernt? Nein, keine Katze – ein Reh! Äst friedlich auf dem Grünstreifen neben der Straße. Ich schaue eine Weile durch die Windschutzscheibe zu, als ich dann leise die Türe öffne, weicht das Reh ein bischen zurück, läuft aber nicht weg. Erst als ich auf die Straße trete, verschwindet das Reh zwischen 2 Alleebäumen, ohne große Hektik.
In der Einfahrt der Gärtnerei eine Katze – nicht meine! Größer und Schwarz.
Als ich mich umdrehe, zurückgehen will zum Bus, um mir meinen Kaffee zu kochen, sehe ich ca 50 Meter hinter dem Bus . . . nicht meine? Katze, zwei! Rehe. Wir beäugen uns gegenseitig, ich kann sogar ein Stück näher gehen, keine Hektik, alles sehr friedlich.

Als ich dann meinen Kaffee trinke, sehe ich durch die Windschutzscheibe meine?!? Katze Schoggi! mitten auf der Straße beim alten Mäuschenspiel (die Maus macht bei diesem Spiel in der Regel wohl eher nicht freiwillig mit!). Als ich mich mit meiner Tasse dazugeselle, bin ich im Vergleich zur Maus eher uninteressant und verziehe mich wieder in den Bus, erleichtert, daß Schoggi! doch noch den Heimweg gefunden hat. Kurz darauf ist Schoggi! aber wieder weg :-[

Später kommt sie dann doch wieder, frisst etwas Trockenfutter (nasses Futter jeder Art wird so gut wie möglich ignoriert und vergammelt) und legt sich dann schlafen. Ich bin ja mal gespannt wie das weitergeht!

Heute gehts in Richtung Bärlin!

Beinahe . . .

hätte ich was verpasst!

Aber der Reihe nach: Die Nacht auf Mittwoch auf einer kleinen Hochebene, einem gigantischen abgemähten Stoppelfeld verbracht. In Distanz ringsum, rechts, links überm Tal, hinten mit zwei Abraumhalden, und sogar vorn ganz weit weg Windparks, die nachts vor sich hin blinkten. Eine ganz eigene Stimmung, so mitten in der Pampa.

Vorgestern dann nach langer Fahrt durch zuletzt platte Landschaft mit riesigen, schon abgemähten Feldern, einer der nervigen Umleitungen* , der ersten Begegnung dieser Reise mit einem unfreundlichen Mitmenschen und einer Katze, die vom Autofahren genug hatte in Dessau angekommen, bzw im Stadtteil Kleinkühnau. Da ich wie immer ohne Vorbereitung und Informationen irgendwo einschlage, war das für mich Ermüdeten einfach eine Übernachtungsstation, am nächsten Tag wollte ich weiter nach Bärlin. Dessau, was soll da schon sein!?!

Eine Menge! Zuallererst einige freundliche Menschen, die die unangenehme Begegnung des Nachmittags wieder vergessen machten.
Ausserdem, auf der ersten Fahrraderkundung entdeckt, ein Junkers Technikmuseum, in dem nicht nur Junkers-Flugzeuge wie die Ju52 ausgestellt sind, sondern zB auch ein Polizeihubschrauber und drei Mig-Jäger.
Das Bauhaus Dessau und einige vom Bauhaus erstellte Gebäude, wie z.B. das Kornhaus, ein Ausflugsresaurant direkt auf dem Elbdamm, wo ich leider kein Hefeweizen trinken konnte – Ruhetag, ungeachtet der 2 Reisebusse, die durchaus bedient wurden :-[. Das Gebäude interessant, Betreiber haben offensichtlich eine nicht ganz gastfreundliche Einstellung, die Bedienungen eher eine unfreundliche . . .
Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich mit schönen alten naturorientierten Parklandschaften.
Und drumherum das Biosphären-Reservat Mittelelbe , das ich zwar vorher auf der Karte gesehen hatte und auch besuchen wollte, durch die Umleitung genervt hatte ich das aber aufgegeben. Auf einer kleinen Radtour gabs da wirklich alte Eichen zu sehen und die dickste Buche, die ich je erlebt habe. Das Gebiet ist schon seit den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts Naturschutzgebiet, deswegen gibts da diese richtig alten Bäume und eine wirklich schöne Auwaldlandschaft. Dank Herrn Kurt für seine beharrlichen Anstöße und die Tipps – ohne Sie wäre ich an allem vorbeigefahren!

Achso, für alle, die sich daran begeistern können, gibts auch die Menge Schlösser und Kirchen . . .

* hier werden immer wieder auch große Verbindungsstraßen zu Bauarbeiten komplett gesperrt und man wird über weiträumige, nicht immer vernünftig beschilderte Umleitungen durch die Landschaft gejagt. So gerät meine Reiseroute immer wieder durcheinander :-[

Spannende Zeiten für Schoggi!

Die Nacht auf Donnerstag war für Schoggi! recht spannend! Wir standen auf einem Parkplatz an

  1. einem kleinen Park mit Baum und Büschen,
  2. der Hauptverkehrsstrasse (weshalb wir jetzt nicht mehr da stehen)
  3. jeder Menge Katzen in der Nachbarschaft ;-}

In Reihenfolge des Erscheinens zwei Schwarze, eine Rote, eine Weiße, ein grauer Tiger und ein hellgrauer Perser – da wußte man nicht so richtig, ob und wie man Kontakt aufnehmen sollte oder doch besser auf Distanz bleiben und Abwehr. Ging aber doch alles ganz friedlich ab, die Neugierde auf allen Seiten überwiegend, keine Prügeleien :-}}

Zur Zeit kommt Schoggi! meist einmal eine kleine Runde zum Schnurren und Schmusen und Kraft Tanken zu mir ins Bett, um sich dann übers Seitenfenster für den Rest der Nacht, für Entdeckungen, Expeditionen und Abenteuer zu verabschieden. Morgens kann man sich dann wieder im Bus ausruhen . . .

Nachtrag zum Hainich

Hab ich schon erwähnt, daß der Hainich absolut großartig ist?! Am vergangenen Sonntag war ich mehrere Stunden auf einem Fußpfad unterwegs mitten in einem Wald, der nun schon einige Zeit sich selbst überlassen ist. Da findet man nicht alle paar Meter die Spuren einer Forstwirtschaft, die mit schweren Maschinen quer durch den Wald pflügt, die Stämme „reifer“ Bäume aus dem Wald schlägt und den „unverwertbaren“ Rest, Äste, Zweige,  an Ort und Stelle liegen läßt.  Auch in sogenannten „nachhaltig“ bewirtschafteten (denn das heißt offensichtlich nur, daß die gefällten Bäume durch neugepflanzte ersetzt werden)  ergibt das ein Bild des Krieges gegen die Natur: Tiefe Furchen im Waldboden, verletzte Rinde von Bäumen, die den Maschinen im Weg waren, Häufen von Ästen und Zweigen als Mahnmal der kommerziellen Einstellung – ich nehm mir das, was ich brauche, was Geld bringt, was interessiert mich der Rest…

Im Hainich (genauer: in der Schutzzone 1) fällt ein Baum dann, wenn er seine natürliche Lebenszeit erreicht hat und zerfällt dann ganz, ganz langsam, ist Nahrung für Pilze, Moose, Farne. Vielleicht fällt er nicht mal zu Boden, lehnt an einem anderen Baum. Nicht immer geht das ohne Verletzungen und Verluste ab. Vom ästhetischen Standpunkt her (und der ist für mich als Photograph natürlich auch wichtig ;-}) hat das dennoch eine grundlegend andere Qualität.

Im Hainich hat eine Buche jedenfalls die Chance (hoffentlich, wenn das Nationalparkkonzept die Dauer hat), seine Lebensspanne von 3 bis 4 Hundert Jahren auszuschöpfen. Im kommerziellen Wald ist nach 40 Jahren Schluß, weil die Holzqualität sich dann „verschlechtert“ und sich die Sache ja rentieren muß. Noch gibt es wohl diese mehrhundertjährigen Bäume nicht im Hainich, so alt ist das Konzept Nationalpark ja noch nicht.

Einen Baum gibt es, der schon fast 1000 Jahre auf dem Buckel haben soll (nach dem Schild am Baum, nach Wikipedia ca. 800): Die Betteleiche.   Und sogar sie ein Bild der menschlichen Arroganz. Im Mittelalter sollen franziskanische Bettelmönche ein großes Loch in den schon gewaltigen Stamm geschlagen haben, um die Spenden der Wallfahrer vor dem Regen zu schützen!?! Die Betteleiche hat deswegen die Form eines Tores mit 2einhalb Metern Durchgangshöhe und ist ein Zeichen der Überlebensfähigkeit der Eichen im besonderen und der Bäume im allgemeinen.

Demnächst dann auch Photos von diesem Spaziergang auf www.ralfgutmann.eu, in der Abteilung ZauberWald.

no net, no blog!

Nur ganz kurz, bevor ich mich ins Bett leg …

Die letzten Tage war das etwas schwierig, meinen Tribut an diesen Blog zu leisten, die Netzverbindung ist immer wieder zusammengebrochen. Zum Teil hatte ich den Verdacht, daß mein Handy und das Netbook nicht mehr zusammen können, aber auch daß Handy und Vodaphone nicht mehr miteinander wollen. Jedenfalls war öfters das Internet weg, ab und an hatte sich das Galaxy ganz tot gestellt und mußte neu gestartet werden.

Gestern abend war die Situation nochmal anders: Ich war in einem Traum aller Phobiker von gepulsten elektromagnetischen Wellen. Kein Handysignal, kein DVB, kein Nix! Gerade mal genug Signale, um vom GPS eine Position zu bekommen. Mitten im Nirgendwo.

Ich hab mich also auf den Weg gemacht. Weg vom Hainich, in dem ich noch Wochen hätte zubringen können, vorerst auf dem Weg nach Bärlin auf Straßen, die wohl zu Kaisers Zeiten gepflastert und nach der Wende mit ein paar Teerflicken ausgebessert worden sind. Schöne Alleen, heute durch die südlichen Ausläufer des Harzes. Schön, aber anstrengend zu fahren …

Deshalb Schluß für heute, ich muß schlafen! Morgen mehr, wenn die Technik mitspielt ;-}