Mach mich demnächst vom Acker . . .

Sonntag Morgen aufm Acker . . .

In wenigen Minuten gehts weiter in Richtung Lauenburgische Schaalsee – auch ein Biosphärenreservat.

Hab ein bischen Schwierigkeiten mit Schoggi! Sie hat sich in letzter Zeit angewöhnt, nach einer erlebnisreichen Nacht und einem Frühstück irgendwo in der Landschaft zu verschwinden und ein laaaaaaaaaanges Schläfchen zu halten. Reagiert dann nicht auf Rufen und ist wegen Tarnanzug in der Regel nicht aufzufinden :-[
Gestern hab ich 2 Stunden auf sie gewartet, bin dann doch ohne sie einkaufen gefahren, dann wieder zurück, sie abholen. 20 Km verfahren, bloß weil das M…stück sich nicht zum Bus bequemt! Heute dasselbe in grün, 2 Stunden Rufen und Suchen, erst nachdem das eine Weile geregnet hat, taucht Gaaatz auf! Werd ich wohl morgen ein Geschirr für die Wiederwillige besorgen und sie nach ihrem Frühstück anbinden müssen, wenn ich vorhabe weiterzufahren.

Tja, da gehts jeweils um Freiheit, ihre oder meine . . . aber wat mut, dat mut!

Sandstrand so weit das Auge reicht . . .

An der Ostsee . . .

Nun hab ich also das Meer gesehen, die Schlappen ausgezogen, die Hosenbeine hochgerollt, bin am Strand entlanggelaufen, teils oberhalb, teils unterhalb der Wasserlinie. Zum Baden wars ein bischen zu frisch, Wasser und Wind aus Norden . . .  aber schön. Viele Feuersteine, da kann man scharfe Sachen mit machen, wenn mans denn kann.

Danach eine fünfstündige Radtour die Küste entlang, jetzt sind meine Beine ganz und schön müde, der Rest auch nicht mehr munter ;-}

Schoggi! hat schon gewartet und sich auf den Futternapf gestürzt. Jetzt schläft sie ;-} Ich selbst bilde mir ein, daß ich mir das als Mensch um diese Tageszeit nicht leisten kann. Für Mittagsschlaf zu spät, für Schlafengehen am Abend zu früh ;-} Habens Katzen schön!

Back again!

Nach ein paar schönen Tagen mit Freunden in der Hansestadt Hamburg melde ich mich von der Ostsee zurück . . . es schien mir doch irgendwie seltsam, so weit nach Norden zu fahren und dann doch nicht das Meer zu sehen ;-} Habe ich übrigens immer noch nicht, also werde ich nach dem Frühstück mit dem Fahrrad losziehen.

Die Nähe des Wassers hat sich schon heute früh bemerkbar gemacht, der Bus war klatschnass vom Tau, also erst mal mit dem Leder raus und die Scheiben freigemacht, damit man den Sonnenschein :-} sehen kann! Und das ist wichtig, denn die letzten Tage waren überwiegend kalt und naß! 12° morgens in der Frühe – im Bus – ist alles andere als kuschelig. Deshalb genieße ich jetzt die Sonne!

Dieses Wochenende an der Ostsee wird der Gipfelpunkt dieser Reise sein, leider, ich muß mich langsam wieder an die Rückreise machen, um rechtzeitig zu der Ausstellung im Oktober zurück in Freiburg zu sein, da muß noch einiges vorbereitet werden, schon von unterwegs . . .
An sich könnte ich noch ewig so weitermachen, es gab und gibt links und rechts der Route auf der Landkarte so vieles Interessantes, das ich verpasse/verpasst habe. Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend! Und es kommen hoffentlich noch mehr Jahre ;-}

Im Gegenteil, die Sonne lacht, also aufs Fahrrad, die Gegend erkunden. Schoggi! hat sich wohl außerhalb ein Plätzchen gesucht, um den Tag zu verbummeln, in den letzten Tagen war sie wegen Verkehr tagsüber immer im Bus eingesperrt und genießt jetzt die Freiheit ;-}

 

Silberpfeile

Gestern nachmittag noch auf der Mercedes-Benz Geburtstagsfeier die Silberpfeile aus den 30er Jahrendes vorigen Jahrhundets angehört. Gesehen habe ich sie ja oft genug in Fernsehen und Büchern, aber der Sound im Original anscheinend so gut wie ohne Schalldämpfer ist schon seeehhhr beindruckend.

Orgie in Silber

In der stärksten Ausbaustufe verbrauchte der Motor, bei 5660 Kubikzentimeter Hubraum und einer Leistung von 475 kW (646 PS), einen Liter Kraftstoff – pro Kilometer!!!, und zwar eine Mischung aus 88 Prozent Methanol, 8,8 Prozent Aceton sowie Spuren anderer Substanzen (Quelle: Wikipedia) . Wenn das Ganze nur nicht so viel mit einem Kuschelkurs zum Naziregime zu tun gehabt hätte, sowohl bei Benz als auch bei der Auto Union (jetzt Audi). Und Dinosaurier sind sie sowieso, aber eben genau wie die sehr beeindruckend.

Auch die Geschwindigkeitsweltrekorde, die Mercedes und die Auto Union damals gefahren sind, mit um die 430 Km/h. Absolut aberwitzig! Und haben dann auch zum Tod von Bernd Rosemeyer geführt. Eine Windböe, und aus!

Schoggi! erobert Hamburg ;-}

So, nun habe ich also in den letzten 2 Tagen meinen Standort von der Großstadt Berlin zur Großstadt Hamburg (Eppendorf) verlegt. Stehe auf einem Parkplatz an einem kleinen Park mit einem kleinen Kanal, und Schoggi! hat schon wieder die Umgebung erobert – z.B. Kontakt zu einem Pärchen aufgenommen, mit dem sich gleich ein Gespräch ergeben hat. Normalerweise schafft man sich für sowas einen Hund an, aber eine Katze wie Schoggi! kann das genausogut.
Außerdem: Dogwatching aus 2 Metern Höhe in der Astgabel einer Birke. Im Moment hat Schoggi! wieder mal ein Mäuschen zum Spielen eingeladen – wie schonmal gesagt, ich glaub ja nicht, daß die Mäuschen das so toll finden, aber erzählt das mal der Gaaatz . . .
Die hat übrigens den größten Teil der Fahrt bei mir vorne auf dem Fahrersitz verbracht, teilweise aus dem Fenster guckend, teilweise auf meinem Schoß poofend. Gaaatz gewöhnt sich also, aber gefallen tuts immer noch nicht so richtig.

Neues von Schoggi!

Und für diejenigen, die an der oder an dieser speziellen Phiel-Phie-O-Sophie keine Freude finden oder noch nicht genug Freude haben, gibts ein neues Bild von Queen Schoggi! – die gerade mal wieder aushäusig ist!

Diese Stadt frißt die Zeit!

Wundert euch nicht, daß die Blogbeiträge in etwas weiteren Abständen kommen – siehe Titel!
Schon allein das Wäschewaschen (war dringend nötig, ich hätte sonst nackt gehen müssen und wäre u.U. wegen öffentlicher Erregung verhaftet worden ;-} ) hat mich einen halben Tag gekostet. Auch in Zeiten des Internets nicht ganz einfach, einen Automatenwaschsalon zu finden, anschließend 6! Kilometer mit dem hochbeladenen Fahrrad dahin, danach erstmal eine 3/4 Stunde durch die Läden wg. Münzen (wer trägt schon 16 Euroz in Metall mit sich herum), weil es keinen Wechselgeldautomat gibt, um mir zuletzt in einer Postbank einen Vortrag anzuhören, daß man nur für Postbankkunden . . . aber dann AUSSNAHMSWEISE!!! doch . . . und am Ende vom Lied war die Wäsche nach 50 Minuten in zwei Trocknern immer noch klamm, wo mir normalerweise 30 Minuten in einem Trockner reichen . . . pffffffffff!!!

Wenn man wie ich aus der Provinz ;-} (ist Freiburg jetzt eine kleine Großstadt oder eine große Kleinstadt?) in unsere Metropole Berlin kommt, hat man die Erwartung, daß jetzt die Erfüllung aller Wünsche spätenstens direkt hinter der nächsten Ecke möglich ist, aber das ist eine Illusion. Die Wege, die man auf sich nehmen muß, sind gigantisch, man ist schnell mal 20 Km mit dem Auto unterwegs, und ob man dann wirklich kriegt, was man will, das sei mal dahingestellt.

Im Osten der Stadt ist die Situation nochmal verschärft. Punktuell sichtbare Rieseninvestitionen in Chrom und Glas wechseln mit offensichtlichem Verfall, und die blitzsaubere Innenstadt von Köpenick mit mehr als 116tausend Einwohnern macht zeitweise einen recht ausgestorbenen Eindruck, weil eine neue Einkaufspassage (Forum Köpenick) am S-Bahnhof die Kunden abzieht – die Leute können halt nur das Geld ausgeben, was sie in der Tasche haben! Und deshalb wird gegenüber die nächste Mall gebaut!
Verwundert hat mich Provinzler auch, daß in diesem Einkaufsparadies um 20 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden! Nach meiner Wäscheorgie konnte ich nur noch ganz knapp vor 20 Uhr Lebensmittel für mich und Schoggi! kaufen, während ich in Freiburg und der weiteren ländlichen Umgebung in jedem REWE bis Mitternacht und jedem Edeka mindestens bis 21 Uhr einkaufen kann. In Köpenick ist um 20 Uhr Schluß, da hat es sich dann!

Der Bär geht im ehemaligen Westberlin ab, da pulst das erwartete Großstadtleben, wie ich gesten in Stieglitz und vorgestern in Schöneberg feststellen konnte. Es gibt in diesem Berlin durchaus Bezirke, in denen ich mich wohlfühlen könnte, aber insgesamt gesehen ist es mir zu groß und zu hektisch.

Auch von den Menschen her fühlt sich das sehr unterschiedlich an, wobei meine Erfahrungen schon etwas sehr Stichprobenartiges haben. Vorgestern habe ich den Bus in einer kopfsteingepflasterten Straße zwischen einem Park und älteren Wohnblocks in Berlin-Mariendorf abgestellt und wurde gleich von einer Familie angesprochen – er begeistert vom Bus, sie von Schoggi!, am nächsten Morgen ein langes Gespräch mit einem älteren Herren, der mir viele Tipps gegeben hat, also eine sehr freundliche Umgebung.
Jetzt bin ich nur ein paar Kilometer weiter in Lichtenrade, am Rand eines kleinbürgerlichen Wohnviertels mit Einfamilienhäusern, und da werde ich allenfalls scheel angeschaut: Was will dieser Vagabund hier?
Nun, dieser Vagabund hat nur einen ruhigen Platz für sich und seine Schoggi! gesucht, mit weniger Autoverkehr. Dafür hats hier mehr Hunde, denn ich bin hier wieder mal an der Standart-Hundemeile gelandet, aber Schoggi! nimmts recht gelassen . . . ;-}

 

Müde bin ich Känguruh . . .

mache meinen Beutel zu . . .
lege meine Ohren an . . .
damit ich besser schlafen kann . . .

Schön wärs, aber dazu ist es noch zu früh!

Der heutige Tag war recht lang, weil ich schon gegen 4 aufgewacht bin und danach nicht mehr geschlafen habe, im Gegenteil, 180 km meist auf der Autobahn, dann so 30 km durch Bärlin, weil mein elektronischer Navigator der Meinung war, ich bräuchte zuerst eine „kleine“ Stadtrundfahrt über den Alexanderplatz, bevor ich hier auf dem WoMoStandplatz am Köpenicker Hof meine Ruhe finde.
Das ist hier ein altes Fabrik- und Werkstadtgelände mit dem dazugehörigen Charme, an sich ja schon mein Fall. Ein wenig heruntergekommen, alles macht noch ein bischen einen improvisierten Eindruck. Aber zum Stellplatz gehört ein Biergarten, und Toiletten und Duschen! gibt es auch. Also an sich kein Grund zur Klage, auch wenn es mich ein wenig mehr kostet  als in Freiburg bei Eckhard . . .

Schoggi! hat die lange Busfahrt ziemlich genervt und wollte unbedingt raus. Als ich nach dem Begrüßungsgespräch hier auf dem Platz zurück zum Bus gekommen bin, war sie schon ausgebüxt, obwohl nur ein schmaler Spalt oben am Fahrer-Seitenfenster offen war.
Nach einem kleinen gemeinsamen Erkundungsspaziergang über den Platz war Schoggi! dann verschwunden, und ich hab sie erst recht spät gefunden: Nur 3 Meter vom Bus entfernt in einem Grasbüschel zusammengerollt, total erschöpft schlafend, konnte kaum einen Spalt die Augen aufkriegen . . .
Inzwischen hat sie sogar ein wenig nasses Futter gegessen und ist auf Exkursion. Ich hoffe, daß sie auf sich aufpasst: Diesmal nicht wegen Autos, ein Fuchs soll ab und an auf dem Gelände sein.
Schoggi! Pass! Auf!

Ich selbst hab eine kleine Erkundungsfahrt mit dem Fahrrad gemacht, direkt gegenüber ein vergammeltes Bahngelände mit etlichen vandalisierten Holzschuppen, die sogar für mein morbides Architekturinteresse wirklich rein gar nichts hergeben, ansonsten macht Köpenick einen recht aufgeräumten Eindruck.

Und ich war tanken, sonntags ist der Diesel ja meist billiger, und ich habe den Tank lieber heute nachgefüllt als bis Ende der Woche zu warten, wo ich nach Hamburg will. Die angenehme Nachricht ist, daß der Verbrauch noch nie so niedrig war, 15 1/3 Liter auf 100 km, mit einem Mix von Landstraße über Berg und Tal, inclusive im kleinen Gang über die Kopfstein-Holperstrecken, und Autobahn mit 80, 90 km/h. Kann sich sehen lassen, für ein Fahrzeug dieses Alters und dieses Gewichts. Der Unterschied zwischen Kurz- und Langstrecke, Winter und  Sommerbetrieb ist jedenfalls stark spürbar!

Nervig ist im Moment mein smartes Phone, das alle Nase lang die Verbindung zum Internet verliert oder ganz einfriert, daß nur ein Reset es wieder zum Leben erweckt. Muß wohl meine ganzen Daten sichern und dann das Kistchen in den Ursprungszustand zurückversetzen, wenn das nichts hilft ist auch diese elektronische Nervensäge ein Fall für die Reparatur! :-[

So, jetzt werd ich mir noch was kochen, danach duschen und ins Bett. Morgen gibt es viel zu tun in Bärlin!