. . . ~ . . .

ein neuer Morgen ~ Sonne durchs Blätterdach
ein neuer Morgen ~ Sonne durchs Blätterdach
ein neuer Morgen ~ Sonne durchs Blätterdach
ein neuer Morgen ~ Sonne durchs Blätterdach

Wie versprochen ~ Neuanfang

ein Wald von Wasserpflanzen im Entwässerungskanal
der erste Abend am Rhein ~ abends Schatten, morgens Sonne prall
der erste Abend am Rhein ~ abends Schatten, morgens Sonne prall

Nun also VORAAAN! ~ wir sind wie versprochen wieder unterwegs und ich werde versuchen, euch regelmäßig von der Fahrt zu berichten. Allerdings scheint es mir, als ob ich ein wenig Eingewöhnungszeit brauchen würde, nach so langer Abstinenz im Bloggen. Und bei Temperaturen von 33°, 34°, und das im meist nicht vorhandenen Schatten, gleißendem Sonnenlicht, das das Photographieren erschwert, Backofentemperaturen im Inneren meines rollenden Solarkollektors, da ist es nicht ganz so einfach, halbwegs intelligente und damit interessante Beiträge zu gestalten. Da freut Mann sich über ein Plätzchen im Schatten unter einer Baumgruppe 🙂

sooo isses  recht! Nicht ganz am Rhein, aber dafür im Schatten einer Baumgruppe
sooo isses recht! Nicht ganz am Rhein, aber dafür im Schatten einer Baumgruppe
ein Wald von Wasserpflanzen im Entwässerungskanal
ein Wald von Wasserpflanzen im Entwässerungskanal
* Laubwald, von der Sonne durchflutet * durch Klick vergrößern
* Laubwald, von der Sonne durchflutet *
durch Klick vergrößern

Der Blick nach vorne durch die Windschutzscheibe erfreut mit einem sonnendurchfluteten Laubwald, während das Gänsepärchen nicht wirklich weiß, ob es mit dem Menschen mit dem dritten Auge vor der Nase wirklich etwas anfangen kann, der sich an dem Entwässerungskanal herumtreibt. Das ist schließlich ihr zu Hause. Gans hat aber auch wirklich nirgens seine Ruhe! 🙂

das Gänsepärchen ~ kann man diesem Menschen trauen?
das Gänsepärchen ~ kann man diesem Menschen trauen?

Und sonst? Der alte Herr Magirus hat auch noch nicht ganz zu seiner alten Form zurückgefunden. Gestern beim Hochschalten nach einer Ortsausfahrt war plötzlich im Leerlauf Schluß ~ es ging kein Gang mehr rein. Zum Glück konnte ich im Ausrollen ein Plätzchen finden, an dem ich sicher parken konnte, um dann im Verlauf einer halben Stunde herauszufinden, daß der versteckteste Kugelkopf des Schaltgestänges, das von vorne im Führerhaus nach hinten zum Motor führt, nach fast 45 Jahren seinen Geist aufgegeben hatte. Eine Notreparatur mit einem Stück Gartenschlauch und drei Kabelbindern funktioniert so gut wie die Originallösung, sollte aber dennoch bei Gelegenheit ersetzt werden. Denn diese Improvisation wird wahrscheinlich nicht 45 Jahre halten 😉

Parade zum 60. Geburtstag ~ Citroën Typ H
Parade zum 60. Geburtstag ~ Citroën Typ H

Auch und besonders dann, wenn man irgendwo mal einen ‚falschen‘ Abzweiger genommen hat, kann man nach meiner Erfahrung besonders wahrscheinlich über ein Erlebnis oder eine neue Erkenntnis stolpern. So gestern geschehen, als ich an der Classic Garage in Sessenheim vorbeigefahren bin. Eine Parade mindestens zwei Dutzend alten Kastenwagen Citroën Typ H im Wellblech-Outfit stand da aufgereiht, und die Recherche im Internet ergab die Erkenntnis, daß der Typ H im letzten Monat, dem Juni 2018, seinen sechzigsten Geburtstag gefeiert hat. Herzlichen Glückwunsch! 33 Jahre wurde der geniale Typ H produziert, solch lange Intervalle für einen Modellwechsel wird es heutzutage nicht mehr geben.

Werte und die Christliche Politik

Aus gegebenem Anlaß möchte ich nochmal an das Thema des vorigen Artikels (und ich meine nicht das Chilling!) zurückkommen. Norbert Blüm, der für seine Äußerungen zur Rente seinerzeit sehr durch den Kakau gezogen wurde, hat einen ausgesprochen lesenswerten Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht. Sehr pointiert mahnt er die sogenannten ‚christlichen Werte‘ an, die leider in der Tagespolitik der Parteien mit dem vorangestellten großen ‚C‘ nicht nur gar keine Rolle spielen, sondern eher ins Gegenteil gekehrt werden.

 Wo sind sie hin, die christlichen Werte?
Wo sind sie hin, die christlichen Werte?

Nicht zum ersten Mal bin ich angenehm überrascht, daß ausgerecht aus der alten Riege der schwarzen Politik nach dem Abschied aus dem politischen ‚Geschäft‘ und einer längeren Meditation wirklich gute Gedanken in die Medien geworfen werden, die ich am liebsen in parlamentarischen Debatten hören würde, außerdem in den Ausschüssen, in denen Politik in Gesetze gegossen werden. Heiner Geisler war so einer, jetzt auch Norbert Blüm. Ausnahmen, sicherlich, aber bemerkenswerte.

Die Mitglieder der Partei mit dem großen ‚S‘ wiederum leben im politischen Ruhestand auch nicht die sozialen Werte, sondern dienen sich eher den Bossen der Genossen an, wie unser ehemaliger Kanzler und Genosse der Bosse. Wobei das weniger bemerkenswert ist als allgemeiner Usus. Und die alte Riege der Grünen neigt auch dazu, aus den Turnschuhen in den Nadelstreif umzusteigen und wegen sogenannter Jugendsünden öffentlich Abbitte zu leisten. Gut, auch da gibt es Ausnahmen wie Hans-Christian Ströbele (wer ihn wählt, quält Fischer 🙂 ).

Aber zurück zu Norbert Blüm: Nicht alles, was er so von sich gibt, bekommt meine Zustimmung. Aber mit seiner ‚die Rente ist sicher!‘- Aussage hätte er durchaus Recht gehabt, wenn denn nicht das Ziel der politischen Kampagne gewesen wäre, der Privatwirtschaft (Banken, Versicherungen und Private Equities) einen gut Teil der Altersvorsorge zukommen zu lassen. Man hätte nur soweit denken müssen, die Bezahlbasis der Rente an die sich verändernden Gegebenheiten (immer mehr Wertschöpfung mit immer weniger Lohnarbeit) anzupassen.

Denn daß die Privatwirtschaft nur so lange alles besser kann, wenn überhaupt, so lange sie sich einen möglichst hohen Anteil abzwacken kann, um sich bei Schwierigkeiten aus der Affäre zu ziehen (tut uns leid, aber so hatten wir das nicht ausgerechnet 🙁 ) ~ das hätte man sich schon vorher denken können.

Die Riesterrente hat sich schon vor langer Zeit als €urograb für die entpuppt, die sich private Altersvorsorge überhaupt leisten können. Für die, bei denen am Ende des Geldes immer noch ein gerüttelt Maß Monat übrig bleibt, die sich private Vorsorge also gar nicht leisten können, stellt sich die Frage gar nicht.

Jetzt gerät auch die betriebliche Altersvorsorge in schwieriges Fahrwasser, denn die Politik des lockeren Geldes, die das Finanzsystem stützen sollte, knabbert an der Berechnungsgrundlage. Ein Schelm, wer Böses sich bei denkt! Am Ende wird, keine Sorge, der (Lohn-)Steuerzahler wieder die Zeche zahlen. Denn wenn die ‚Privaten Versicherer‘ pleite sind, gibt es da nichts mehr zu holen. Das eingezahlte Geld ist dann von privaten ‚Investoren‘ abgeschöpft worden . . . Solidarität von renditeorientierten privatwirtschaftlichen Unternehmen zu erwarten, erfordert schon eine schizophrene Gedankenkonstruktion!

Aber jetzt gut! Letztlich soll dieser Blog im Schwerpunkt nicht unbedingt ein politischer sein. Aber zu den Notizen (Gedanken!) aus der Außenwelt gehört ab und an auch der Blick auf das politische Theater. Demnächst geht es wieder auf Reisen, dann kommen auch wieder Berichte und Photos über ’schönere‘ Themen. Versprochen!

Tschilling am Rhein . . . und das Schicksal Deutschlands

Man(n) genießt die Ruhe am Rhein
*Man(n) genießt die Ruhe am Rhein*

Am Rheinufer zu stehen oder auch spazieren zu gehen, die Seele baumeln lassen. Sich ein wenig um die lange vernachlässigten Webseiten kümmern, und auch mal wieder das eine oder andere Photo in den kleinen schwarzen Kasten zu bringen. Und endlich auch wieder einmal ein Artikelchen in den Blog setzen . . . übrigens kann der Gutmann auch Neudeutsch, die Überschrift also kein Rechtschreibefehler, sondern ein Wortspiel. Können die Fernsehmacher auch.

Der Spielfilm mit Til Schweiger als Nick Tschiller kommt ins Fernsehen, ist aber um etliche Szenen gekürzt, weil exzessive Gewalt vor 22 Uhr im Fernsehen gar nicht geht. Nachher schon, aber auch die späten Wiederholungen werden genauso gekürzt gesendet, der Kinofilm ist mit 130 Minuten, über zwei Stunden also, eh viel zu lang. Und die Gewaltszenen braucht es anscheinend, damit die Leut im Kino nicht in ihrem Sessel einschlafen. Ääääkschen ist angesagt!

totes Holz im Kreislauf des Lebens
totes Holz im Kreislauf des Lebens

Meine reale Ruhe am Rhein steht im Kontrast zu einem erbitterten Streit in der Regierungskoalition, speziell zwischen den größeren und kleineren Schwestern der Union. Es ist Wahkampf in Bayern, die CSU fürchtet zu Recht um die absolute Mehrheit. Da werden rechte Sprüche geklopft, die AfD (Alte Naive für Deutschland) muß rechts überholt werden. Aber Seehofer, Söder und Dobrindt, die Populisten (sind immer die anderen!), haben sich verkalkuliert, die Partei mit dem noch einfacheren Weltbild wird stärker, die sogenannte ‚Christlichen‘ Pareien verlieren ~ was Wunder.

Die sogenannten ‚Themen‘ der Alten Naiven werden in den großen Medien breitgewalzt, damit die noch stärker werden. Die immer größer werdende Schere zwischen Reich und Arm in unserer Republik weitgehend übergangen, die anscheinend ‚alternativlose‘ Militarisierung der Politik (Neusprech ‚Verantwortung übernehmen‘, da rollen sich mir die Fußnägel hoch!) geht unwiedersprochen über die Bühne. Was für eine Welt! Demokratie, Humanismus, die Idee eines Europas ohne Grenzen als Totholz, das vom Pilz der allgegenwärtigen nationalistischen Parteien zerlegt wird.

Es wird über Transitlager, Ankerzentren und Ausschiffung debattiert, Schiffe mit Flüchtlingen daran gehindert, europäische Häfen anzulaufen oder am Auslaufen gehindert, Suchflugzeuge der Hilfsorganisationen am Boden festgehalten. Menschenrechte? Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (GG Artikel 2 Satz2)? Würde des Menschen (GG Artikel 1 Satz 1)? Unpraktische Reliquien aus einer verträumten Vergangenheit?!?

Es wird Zeit, Zeit aufzustehen und Klartext zu reden: diese Flüchtlinge, die da auf dem Mittelmeer ersaufen auf dem Weg ins Land ihrer Hoffnung, das sind MENSCHEN! Menschen, die sich gezwungen sehen, aus ihrer Heimat zu fliehen, in der ein oft von westlichen Mächten der ersten Welt angezettelter Krieg herrscht, deren politische Strukturen noch aus der europäischen Kolonialzeit oder ganz aktuell um die letzte Jahrtausendwende zerstört wurden, sodaß bewaffnete Banden durch die Lande marodieren und ein friedliches Leben unmöglich machen. Länder, die von der westlichen Welt ausgebeutet werden (Sklavenarbeit für seltene Erden, großflächige Umweltzerstörung durch Ölförderung für die Expansion der Wirtschaft der ersten Welt, Export von Giftmüll und Elektronikschrott, weil das nach europäischen Umweltstandarts zu teuer ist, Zerstörung von landwirtschaftlichen Strukturen durch subventionierten Export von landwirtschaftlichen Produkten aus den reichen europäischen Staaten, Aufkauf von ertragreichem Ackerland und Vertreibung der Landbevölkerung, nicht zuletzt Ausbreitung der Wüsten durch den vor allem von Europa und den Vereinigten Staaten induzierten Klimawandel) und die von der Weltbank in ständiger finanzieller Abhängigkeit gehalten werden, damit das auch so bleibt.

In der Zeit dieses sogenannten ‚Asylstreits‘ habe ich das Buch ‚Gomorrha‘ von Roberto Saviano gelesen, eine Dokumentation über die Neapolitanische Camorra. Das mag euch jetzt ein wenig weit hergeholt erscheinen, aber das ist ein überaus lesenswertes Buch, das vor allem aufzeigt, wie verflochten die kriminellen und die sogenannten ‚legalen‘ Aktivitäten der Camorra sind, und wie sie mit ihrer geballten (durch die Kombination eben von kriminellen und legalen Geschäften entstehen Preisvorteile, die sie den Markt dominieren lassen) wirtschaftlichen Macht Verwaltung und Politik in die Tasche steckt. Wie Menschenverachtung zum allumfassenden System wird.

Das System der Camorra ist Raubtierkapitalismus in Reinkultur. Und man erzähle mir nicht, daß das in Deutschland kein Thema wäre. Die Dieselaffäre hat inzwischen die ganze europäische Autoindustrie erfaßt, keine deutsche Automarke ist außen vor. Es wird von Mogeleien geredet, wo es um massiven Betrug geht, zum Schaden jedes Autokäufers, ohne daß eine Entschädigung ins Auge gefaßt wird, weil die Autoindustrie und die daran hängenden Arbeitsplätze dann tot wären ~ too big to fail. Die Autoindustrie ist das goldene Kalb unserer Zeit. Die ‚Klimakanzlerin‘ (CDU) setzt Europa unter Druck, damit unsere Premiumfahrzeuge weiter die Umwelt verpesten können, ein grüner Ministerpräsident (ein grün angemalter Schwarzer) verstärkt die Lobbyarbeit. Verkehrstote und Gesundheitsschädigungen zählen nicht.

Auch die Landwirtschaft in Deutschland ist im ‚System‘ integriert, die Verklappung von Gülle ruiniert das Grundwasser; unsere Politik tut nichts dagegen, bis die EU uns eine Strafe verpasst. Die Lizenz zum Verteilen von Giften in der Landschaft und in die Natur steht nicht zur Debatte. Das europaweite Verbot von Glyphosat wird durch den deutschen Vertreter gekippt. Im Zweifel werden auch illegale Mittel eingesetzt. Ich weiß von einem konkreten Fall (im Kleinen), wo die Wortäußerung gegen eine Hähnchenmast mit dem Ansägen der Obstbäume im heimischen Garten quittiert wurde.

Zurück zur ‚deutschen Schicksalsfrage‘, der Asyldebatte. Während die Asylanträge nach der Spitze vor zwei Jahren (Syrien) ständig zurückgegangen und eigentlich nicht mehr der Rede wert sind, werden (Transit-)Lager in Europa und in Nordafrika diskutiert, um den ‚Asyltourismus‘ einzudämmen.
Eine Satire auf Telepolis bringt die Debatte auf den Punkt, treibt die Argumentation auf die Spitze, und entlarvt die Motivation der ‚ehrenwerten Gesellschaft‘ dieser Politiker: Deutschland könnte doch seine unbestrittene Erfahrung in der Errichtung und Betreibung von Lagern in die Waagschale legen und die Errichtung dieser Lager in Deutschland (denn sonst will sie keiner haben!) anbieten, ganz Europa wäre dankbar. Oha, darf Satire wirklich alles? Die Kommentare will man erst gar nicht lesen.

Ja, in dem Fall darf die Satire das meiner Meinung nach sehr wohl. Denn hier werden die ‚ehrenwerten Herren‘ demaskiert. Es geht in der ganzen Debatte nur darum, daß von denen (,die alles, was anders ist, stört (BAP)) Menschen, die ihnen nicht passen, aus den Augen geschafft werden, daß die Ungerechtigkeiten dieser Welt zum eigenen Vorteil (und bestünde er nur aus den Wählerstimmen in der eigenen Provinz) zementiert werden, anstatt für eine bessere, gerechtere Welt einzutreten. Seehofer sagt, das wären keine geschlossenen Lager, weil die Menschen ja zurück könnten in das Land, aus dem sie kommen. Aber was, wenn das Land (Östereich) sie wie angekündigt nicht zurücknehmen will? Es erinnert an den Roman von B. Traven ~ das Totenschiff.

Es wird Zeit, aufzustehen und es diesen Leuten ins Gesicht zu sagen: NICHT IN MEINEM NAMEN!

Ein kleiner Lichtblick zum Schluß: der französische Verfassungsrat tritt für die Freiheit ein, anderen zu helfen, mit einem humanitären Ziel, wenn dies ohne Gegenleistung geschieht. Das im Verfassungsrang von Liberté, Egalité, Fraternité, speziell der Brüderlichkeit. Vor dem Hintergrund, daß die Unterstützung von illegal eingereisten Migranten oder gar Hilfe bei der Einreise mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe bis 30000 €uro geahndet werden konnte. Allerdings legt der Verfassungsrat Wert auf die Feststellung, daß diese Entscheidung keine Unterstützung für die illegale Einreise von Migranten darstellen soll ~ schaumermal!

Kleine Linksammlung zur Afrikapolitik (kopieren und in die Adresszeile damit):
https://www.heise.de/tp/features/Afrika-retten-mit-neoliberalen-Parolen-3744495.html
https://www.researchgate.net/publication/227582534_The_causes_and_impact_of_the_african_debt_crisis
https://www.heise.de/tp/features/Die-Pluenderungsmaschine-3572547.html
https://www.heise.de/tp/features/Freihandel-und-Fluechtlinge-3336741.html?seite=all
https://www.heise.de/tp/features/Es-braucht-Billionen-fuer-nachhaltige-Entwicklung-weltweit-3650126.html?seite=all