Morgenstimmung an der Ammer ~ die Sonne lacht!

heute morgen kurz nach Sonnenaufgang ~ Blick über das angrenzende Feld
heute morgen kurz nach Sonnenaufgang ~ Blick über das angrenzende Feld
Sonne gleich am Morgen, das tut gut!
Sonne gleich am Morgen, das tut gut!

Was eine Wohltat! Nach mehreren dick bedeckten Tagen scheint jetz sogar ganz früh wieder die Sonne. Das tut nicht nur der Seele gut, auch die Akkus werden wieder geladen, und genug Strom für diese Internetgeschichten und auch für die HaiTzung ist vorhanden. Denn so richtig Sommer ist ja noch nicht, und morgendliche Temperaturen von drei (oder heute gar null) Grad draußen und fünf Grad drinnen sind alles andere als kuschelig. Aber von nun an geht’s bergauf, für Ostern soll das sogar bis zu zwanzig Grad haben 🙂 da geht’s mir dann gut!

Bodennebel
Bodennebel
im Vordergrund der Schatten des alten Herrn Magirus
im Vordergrund der Schatten des alten Herrn Magirus
aufgelassene Scheune
aufgelassene Scheune

Ammer, Altwasser und Biberalarm . . .

Altwasser der Ammer
Altwasser der Ammer

Seit mehreren Tagen habe ich nun ein schönes Plätzchen direkt an der Ammer, ein Stück oberhalb des Zuflusses zum Ammersee. Der Fluß ist ähnlich reguliert wie die heimische Dreisam, aber man gibt sich auch hier Mühe, diese Regulierungen naturnäher zu gestalten, damit die Fische wieder wandern können und sich Natur ein wenig mehr ausbreiten kann, wobei der Hochwasserschutz natürlich immer noch Priorität hat. Denn die Natur ist schön, soll aber gezähmt werden, wo sie menschlichem Leben und Besitz gefährlich werden kann.

Altwasser der Ammer
Altwasser der Ammer

Ein Stück unterhalb meines Platzes gib es auch eine große Schleife außerhalb des regulierten Bereichs, der einen schönen Eindruck davon gibt, wie die Ammer vielleicht vor der Regulierung ausgesehen hat. Wobei diese Schleife vor einiger Zeit ausgebaggert worden ist, weil sie ~ natürlicherweise ~ zu verlanden drohte. Da kann man sich sich dann trefflich überlegen, was Natur ist. Sie entwickelt sich dynamisch und bleibt nicht immer so, wie wir sie gerne hätten 🙂

Altwasser der Ammer
Altwasser der Ammer
Altwasser der Ammer
Altwasser der Ammer
Altwasser der Ammer
Altwasser der Ammer

Nicht nur im Altwasser, auch im regulierten Teil, hat sich inzwischen der im 19. Jahrhundert ausgerottete Biber wieder breitgemacht und ist ausgesprochen fleißig zu Gange, um sich die Flußwelt auf seine eigenen Bedürfnisse zuzuschneiden. Dafür hat er ausgesprochen effektive Schneidezähne, wie er an dicken und dünnen Bäumen in Beweis stellt. Die Bäume freut das weniger, aber auf der anderen Seite läßt ein gefällter Baum mehr Licht auf den Boden, wodurch dort frisches Grün wachsen und gedeihen kann. Und das vergrößert wiederum die Artenvielfalt.

Ammer im regulierten Teil des Flusses ~ Biberalarm! Jede Menge gefällte Bäume
Ammer im regulierten Teil des Flusses ~ Biberalarm! Jede Menge gefällte Bäume

Ein Bild von einem Biber kann ich euch leider nicht bieten, die Biester sind scheu und sind eher in der Dämmerung aktiv. Aber wer nicht will, soll auch kein Photomodell werden, nicht wahr?

fleißige Biber ~ mit gutem Appetit
fleißige Biber ~ mit gutem Appetit
an dicken wie an dünnen Stämmen ~ fleißige Biber
an dicken wie an dünnen Stämmen ~ fleißige Biber
an dicken wie an dünnen Stämmen ~ fleißige Biber
an dicken wie an dünnen Stämmen ~ fleißige Biber
fleißige Biber
fleißige Biber

Wirtschaftswald ~ Fichtenplantagen

wenn der Zugang zum Wald so aussieht . . .
wenn der Zugang zum Wald so aussieht . . .
. . . oder so
. . . oder so

Wenn man so als Badener ins Bajuwarische fährt, hat man mindestens drei Bilder im Kopf: Alpen ~ die sind in den letzten Beiträgen vom Walchensee zu sehen; Milchkühe im Allgäu ~ die sind zur Zeit jedenfalls im Stall, nur die rückwärtig abfallenden Produkte sind überall zu riechen, weil die auf jede Wiese verklappt werden; Bayrischer Wald ~ wild und natürlich! Hah!!! Da müsste ich noch etliche Kilometer fahren. Hier gibt es überwiegend Wirtschaftswald, sprich Fichtenplantagen, in die man sich mit Unimog und schweren Vollerntern hineinwühlt, um Holz, sprich Geld herauszusägen.

. . . dann kann man von Glück sprechen, wenn der Boden im Wald noch so aussieht ~ grün von Moos und Kraut.
. . . dann kann man von Glück sprechen, wenn der Boden im Wald noch so aussieht ~ grün von Moos und Kraut.

Trotzdem heute ein schöner Waldspaziergang. Wenn der Eingang zum Wald so aussieht wie in den obigen Bildern, macht das in der Regel keine Freude. Aber in diesem Wald war der Boden durch Moos und Kraut schön grün, auch die Wurzeln und die Stämme sind im unteren Bereich bemoost.

grün von Moos und Kraut
Zwischen all den Fichtenstangen findet sich ab und an auch eine Buche . . .
Zwischen all den Fichtenstangen findet sich ab und an auch eine Buche . . .

Vereinzelt findet sich, vor allem am Waldrand, auch die eine oder andere Buche, schön lebendig, aber sogar tot wie oben machen die dem Auge mehr Freude. Das Moos ist bis in die Spitzen geklettert, grüne Finger durchbrechen die strengen Vertikalen der Fichten.

der Reiz liegt dann in Details ~ hier Baumpilze, die sich an einem Stumpf gütlich tun
der Reiz liegt dann in Details ~ hier Baumpilze, die sich an einem Stumpf gütlich tun

Der Reiz dieses Spaziergangs im Wirtschaftswald liegt aber im Detail. Wenn ein junger Buchenschößling rot durch das Laub des letzten Jahres einen poppigen Kontrast bietet zu warmgrünem Moos und kühler grünen Fichtenschößlingen, dann freut das die Seele. Auch ein kleiner mit Sternmoos bewachsener Hügel, die glattgeschliffenen Holzstrukturen eines fast verwitterten Baumstumpfes, Holzpilze, die sich an einem Stumpf gütlich tun, machen eine langweilige Stangenlandschaft interessant.

Kontraste ~ junge Buchen mit Laub vom vorigen Jahr in rot ~ warmgrünes Moos und kühlgrüne Fichtenschößlinge
Kontraste ~ junge Buchen mit Laub vom vorigen Jahr in rot ~ warmgrünes Moos und kühlgrüne Fichtenschößlinge

Reste eines verwitterten Baumstumpfs mit glattgeschliffenen Holzstrukturen
Reste eines verwitterten Baumstumpfs mit glattgeschliffenen Holzstrukturen
Spaziergang

ein kleiner Hügel mit Sternmoos
ein kleiner Hügel mit Sternmoos

Dennoch wundert mich, daß bei den überall sichtbaren Sturmschäden, von denen überwiegend die Fichten betroffen sind, die oft mitsamt dem Wurelteller aus der Erde gerissen werden, die Neuanpflanzungen dennoch wieder mit der Fichte gemacht werden. Ein Laubmischwald wäre viel widerstandsfähiger, nur die Fichte verspricht eben früheren Gewinn. Wobei, was heißt hier früher. Auch bei der Fichte vergehen Jahrzehnte, bevor die Investition wieder zurückfließt, aber bei den Laubbäumen dauert das sicher doppelt so lang . . . für Generationen vorauszudenken ist nicht wirklich mehr en vogue.

 gewaltige Kräfte ~ bei Sturmbruch zerfetzter Baumstumpf
gewaltige Kräfte ~ bei Sturmbruch zerfetzter Baumstumpf

Wie groß die Kräfte sind, die die Stämme brechen, kann man sich ausmalen, wenn man diesen total zerfetzten Baumstumpf sieht oder die einzelnen Fasern eines Stammes, die sich im Bruch voneinander gelöst haben. Das Holz knickt nicht einfach um wie ein Streichholz, das man zwischen den Fingern knickt. Wenn der Sturm den Baum durch ungleiche Last dreht, dann reißt der Stamm durch die Torsion in einzelnen Fasern längs auf ~ die Kräfte sind gewaltig.

Sturmbruch ~ die Holzfasern durch Torsion getrennt
Sturmbruch ~ die Holzfasern durch Torsion getrennt
und dann noch ein Blitz ~ das hält der stärkste Baum nicht aus!
und dann noch ein Blitz ~ das hält der stärkste Baum nicht aus!

Wenn dann auch noch ein Gewitter tobt, wie gestern Nacht, dann kann das auch einen starken Laubbaum das Leben kosten. Die Energie eines Blitzes ist so groß, daß sie die Flüssigkeit in den Adern des Baumes schlagartig zum Verdampfen bringt und danach der Baum von innen verkohlt. Weglaufen kann so ein Baum schließlich nicht, und auch für uns Menschen ist der Wald bei einem Unwetter ein recht ungesunder Aufenthalt.

hier wird Wald zu Park . . .
hier wird Wald zu Park . . .

Und dann wurde der Wald schon fast zum Park. Weniger Nadelbäume, mehr sehr alte Laubbäume. Auf einem Hügel liegt Schloß Hirschberg am Haarsee, ein Riesenhaus mit einem Turm, aber noch gar nicht sooo alt, wie man erwarten könnte. Wer mag, kann auf Wikipedia mehr über das Schloß und seine wechselhafte Geschichte lesen. Das Schloß soll Karl Rudolf von Hirschberg, königlichem Kämmerer und Generalmajor, Kommandeur der 4. Königlich Bayerische Kavallerie-Brigade, vor ungefähr 110 Jahren um die eine Million Goldmark gekostet haben, wobei er zumindest Grund und Boden aus der Mitgift seiner Ehefrau bezahlte. Daß auch Kriege trotzdem nicht für alle ein gutes Geschäft sind, stellte sich später heraus. Durch Hyperinflation und dann wertlose Kriegsanleihen in Schwierigkeiten geraten, mußten sie das Schloß vermieten. Im dritten Reich wurde es 1943 beschlagnahmt und als „Gästehaus des Reichsaußenministeriums“ genutzt. Benito Mussolini war 1943 nach der Befreiung aus der Gefangenschaft durch deutsche Fallschirmjäger einige Zeit hier untergebracht, 1944/45 war der ungarische Reichsverweser Miklós Horthy hier gefangen, bewacht von einer Hundertschaft SS und zwölf Mann der Gestapo. Vom 1. Mai 1946 bis 1961 oblag die Gebäudenutzung der US-Regierung, ab 1961 bis Juni 2000 nutzte der Bundesnachrichtendienst das Gebäude zur Schulung von Anwärtern für den höheren Dienst, mit einem Schießstand im Dachgeschoß. Zumindest zuerst geheim, spätestens ab Mitte der 1970er Jahre belauscht von der Stasi des Bruderstaates. 🙂 Über was man nicht so stolpert, wenn man nach einer kleinen Wanderung in Wikipedia nachblättert . . .

Schloß Hirschberg am Haarsee
Schloß Hirschberg am Haarsee

Zum Abschied noch ein ganz ruhiges und einfaches Bild, eine uralte Buche, zur Silhuette reduziert. Ich hoffe, ihr habt auch ein wenig Freude beim Lesen und Schauen gehabt, so wie ich auf dem Spaziergang und beim Verfassen des Artikels . . .

alte Buche ~ als Silhouette
alte Buche ~ als Silhouette

Walchensee

Walchensee
Walchensee

Etwas verspätet die Bilder, die am Wochenende am Walchensee entstanden sind. Außergewöhnlich schönes Wetter, außergewöhnliches Licht, außergewöhnliche Farben . . .

Walchensee ~ Blick auf den Herzogstand
* Walchensee ~ Blick auf den Herzogstand *

Die treuen Leser aus vergangenen Zeiten kennen das schon: Ein Klick auf die Bilder mit den Sternchen um den Kommentar öffnet das Bild in größerem Format, noch ein Klick zoomt in das Bild, das sich dann mit der Maus bewegen läßt. Viel Freude!

Walchensee
* Walchensee *
Walchensee
Walchensee

schon wieder weiter

Blick in Richtung Bodensee ~ hier nicht einmal zu ahnen hinter dem Dunst ~ die Alpen
Blick in Richtung Bodensee ~ hier nicht einmal zu ahnen hinter dem Dunst ~ die Alpen

Weiter gings, schön langsam . . . inzwischen im Hinterland nördlich des Bodensees, wo die Landwirtschaft dafür sorgt, daß dem Biertrinker nicht der Hopfen ausgeht, wo es Ortsnamen wie Liebenhofen, Hübschenberg und Grünkraut gibt. Wo wir, wenn nicht zarter Dunst das Licht zu einem diffusen Schleier über die Landschaft breiten würde, in der Ferne den See und dahinter die Gipfel der Alpen sehen würden . . .

der alte Herr Magirus wieder vor der Aussicht :)
der alte Herr Magirus wieder vor der Aussicht 🙂
Ortsnamen
Ortsnamen

Baar

der alte Herr Magirus auf der Baar
der alte Herr Magirus auf der Baar

Über’s Wochenende eine Reisepause auf der Baar, der östlich des Schwarzwald gelegenen Hochebene. Geologisch gesehen sitzt der alte Herr Magirus auf einer Moräne, die aus der Eiszeit zurückgeblieben ist. Die vordringenden Gletscher schoben jede Menge Steine vor sich her und schliffen die schön rund. Auf der Wiese rechts vom alten Herrn sieht man mehr Steine wachsen als frisches Getreide, aber das mag sich noch entwickeln, bis zum Sommer.

Sonnenaufgang, wieder mal
Sonnenaufgang, wieder mal

Das Sonnenaufgangsbild war wieder eine schwierige Übung und letztlich auch eine Enttäuschung ~ der blutrot leuchtende Sonnenball, der da in die diesige Luft aufstieg, überfordert jeden Sensor und kommt deswegen so gut wie farblos rüber.

bei Sonnenaufgang ~ Häschen auf Spaziergang
bei Sonnenaufgang ~ Häschen auf Spaziergang
Geschenk der Eiszeit ~ Moräne. Hier wachsen mehr Steine als Getreide . . .
Geschenk der Eiszeit ~ Moräne. Hier wachsen mehr Steine als Getreide . . .

Dafür ist jetzt das Licht von einer fast greifbaren Materialität, sehr diffus, kommt aber fast von überall her. So schön!

Licht über der Baar ~ fast schon Materie
Licht über der Baar ~ fast schon Materie

vom Sinn . . .

Durchblick ~ durch zwei bemalte Fenster
Durchblick ~ durch zwei bemalte Fenster

Wenige Tage nur hat es gedauert, wenige Tage nur an denen ich nicht so eng im Umtrieb der menschlichen Zuvielisation eingebunden bin, und zugegebenermaßen einige Tage eitel Sonnenschein 🙂 haben gereicht, mir wieder bewußt zu machen, worin der Sinn dieses Lebens besteht. Der eine oder andere mag sagen, daß es so etwas objektiv gesehen gar nicht gibt, daß so eine überkandidelte Vokabel allenfalls subjektiv mit Inhalt versehen werden kann . . .

strahlend hell am Himmel blau . . .
strahlend hell am Himmel blau . . .

Jein!
Denn es gibt eine Konstante, die Sinn und damit auch Glück für jedes Lebewesen dieser Welt ausmacht ~ das zu tun, für das die Anlagen in diesem Lebewesen da sind.

Für den Vogel ~ zu fliegen
für den Fisch ~ zu schwimmen
für das Pferd ~ zu laufen

tiefblau der Reflex im Wasser . . .
. . . tiefblau der Reflex im Wasser . . .

Wenn wir uns etwas tiefer in diesen Gedanken hineingleiten lassen, dann fällt uns noch mehr dazu ein. Wir haben

Augen ~ zu sehen
Ohren ~ zu hören
Nase, Geruchssinn ~ zu riechen
Zunge, Geschmackssinn ~ zu schmecken
Finger, Haut ~ zu spüren

. . . im ruhigen Fluß
. . . im ruhigen Fluß

Und nicht nur das. Wir haben auch

Hirn ~ zu denken
Herz ~ zu fühlen
Seele ~ um zu erfassen, daß wir Teil sind, untrennbar, . . .

~ . . . ~
~ . . . ~

Teil des Seins, Teil des Universums, Teil des Mensch-Seins . . .

So gesehen ist der Sinn des Lebens eine recht einfach zu erfassende Sache. Diese Welt, dieses Universum schreit danach, wahr-genommen zu werden, gesehen, gehört, gespürt, vor allem aber gelebt.

Sehen, wie das Licht des Morgens durch die Zweige bricht, sehen, wie der Milan auf dem Wind gleitet, wie sein gegabelter Schwanz und die Finger seiner Schwingen eine Böe ausgleichen, hören, wie ein Bach in den Fluß murmelt, die Rinde einer alten Eiche spüren, den Duft eines vollblühenden Baumes zu riechen, den Geschmack einer wilden Rauke zu schmecken.
Diese Welt, dieses Universum schreit danach, wahr-genommen zu werden, gesehen, gehört, gespürt, vor allem aber gelebt.

Milane
Milane

Und gerade im Frühjahr, wenn alles Leben wieder neu sprießt, wenn Männchen und Weibchen einer jeder Gattung umeinander tanzen und turteln, könnte man auch auf den Gedanken kommen, zurück zu den Menschen zu gehen, um das MenschSein zu leben miteinander, sich gut zu tun auf die eine oder andere Weise. Denn auch der Mensch ist ein soziales Wesen 🙂

Was ich damit sagen will: der Sinn des Lebens liegt gerade nicht darin, zu ackern, um sich noch mehr Dinge leisten zu können, den größeren Flachbildschirm, das stärkere Auto, oder gar so abstrakte Dinge wie ein Bruttoinlandsprodukt zu maximieren. Denn das Leben ist nicht im Fernsehen, nicht im Internet, die wirklich relevanten Daten sind nicht in irgendeinem Spreadsheat versteckt. Das wirkliche Leben ist da draußen, vor der Tür. Und es braucht gar nicht so viel dazu, es zu leben.

Also Augen auf, Ohren auf, tief Luft geholt! Raus aus der Bude und Hirn, Herz und Seele geöffnet für das, was uns dieses Universum bietet!

Anmerkung: Dieser Beitrag erscheint ~ mit weniger Bildern ~ auch auf meiner Sinnsucher-Seite

jeder Tag hat einen neuen Morgen

der Morgen ~ faul mit dem Handy durch die schmuddlige Windschutzscheibe . . .
der Morgen ~ faul mit dem Handy durch die schmuddlige Windschutzscheibe . . .

Und wieder mal das Murmeltiererlebnis: jeden Morgen geht die Sonne auf, und zur Zeit sogar ungetrübt von Wolken. Man sollte das nicht unterschätzen, für unsereiner Gutmann gehört das zu den grundlegenden Sicherheiten und stetigem Quell der Lebensfreude. Zum ersten Mal habe ich das im zarten 🙂 Alter von achtzehn Jahren auf einer Rucksackreise durch Griechenland und die Türkei erlebt. Jede Nacht im Schlafsack ohne Zelt unter einem Sternenhimmel, den ein Stadtbewohner so nie erleben wird vor lauter Lichtverschmutzung, jeden Morgen von der Sonne geweckt und in einen neuen erlebnisreichen Tag gestartet. Es braucht so wenig zum Glück, wenn man sich darauf einläßt. Und das Geschenk dieser Reise war die Sicherheit, daß auf jeden alten Tag ein neuer Tag folgt, so lange denn das Leben währt. Was braucht man mehr?

Tau funkelt im Gras
Tau funkelt im Gras

Man muß dafür nicht einmal unbedingt in die Ferne schweifen, das geht auch und gerade hier am Hochrhein, der hier noch nicht von Dämmen gefesselt und reguliert ist (naja, es gibt Staustufen zur Elektrizitätserzeugung, aber es sieht schon noch etwas ’natürlicher‘ aus). Und wer auf dem Uferweg den Fluß hinaufläuft, findet auch das eine oder andere lauschige Eckchen . . .

wie versprochen ~ in voller Blüte am Hochrhein
wie versprochen ~ in voller Blüte am Hochrhein

Schönheit zu entdecken geht aber eigentlich überall, man muß nur die Augen aufmachen. Und rausgehen. Also raus aus den Puschen und ab in die Sonne. Bewegt euch!

lauschige Ecken am Rheinufer
lauschige Ecken am Rheinufer

der Rhein oberhalb von Basel

der erste Blick am Morgen ~ ein knapp halber Mond recht voraus
der erste Blick am Morgen ~ ein knapp halber Mond recht voraus

Der Tag beginnt mit dem Blick auf einen knapp halben Mond direkt voraus über dem Rhein ein Stück oberhalb des Rheinknies von Basel, bei Schwörstadt. Eine Dreiviertelstunde später geht die Sonne rheinaufwärts an einem wolkenlosen Himmel auf. Das wird ein wunderschöner Tag 🙂 Was man auf den Bildern nicht sieht ist, daß dieser eine Baum in voller Blütenpracht steht. Das wird nachgereicht, dauert aber bis zum Nachmittag, wenn das Sonnenlicht aus der richtigen Richtung kommt . . .

die Sonne geht auf
die Sonne geht auf
wenig später
wenig später