Das Kreuz mit dem Kreuz

Was tun mit dem (Holz-)Kreuz, wenn der Stein kommt?
Was tun mit dem (Holz-)Kreuz, wenn der Stein kommt?

Ein Tip von einer Freundin (Danke, Christiane!) und allemal einen Besuch wert: die Wallfahrtskirche Gschnaidt, beziehungsweise die dazugehörigen Felder mit den provisiorischen Holzkreuzen, die auf jedem Friedhof aufgestellt werden, bis dann der obligatorische Grabstein gesetzt wird. Wohin dann damit? Auf den Müll? Oder mit nach Hause nehmen? Da sträuben sich so manchem die Haare.

hier in rauhen Massen aufgestellt ~ die provisorischen Holzkreuze
hier in rauhen Massen aufgestellt ~ die provisorischen Holzkreuze

Mitte der achziger Jahre des vorigen Jahrhunderts muß einem verzweifelten Menschen die Idee gekommen sein, das arbeitslos gewordene Holzkreuz seines verlorenen Anverwandten bei der Wallfahrtskirche Gschnaidt zur letzten Ruhe aufzustellen. Sozusagen als zweiten Ort der Erinnerung. Vielleicht hat der Verstorbene sich selbst gerne da aufgehalten, wer weiß?

im Hintergrund die Wallfahrtskapelle Gschnaidt
im Hintergrund die Wallfahrtskapelle Gschnaidt

Jedenfalls ist es nicht bei dem einen Kreuz geblieben. Wo ein Kreuz steht, kann man/frau ja auch noch eines dazustellen, und noch eines, und noch eines. Die Idee hat so vielen Menschen so gut gefallen, daß inzwischen um die zweitausend Kreuze den Platz um die Kirche zu einem Erlebnis machen, das kaum einen Menschen emotional unberührt läßt, auf die eine oder andere Art. Von Irritation bis Gruseln oder auch Frieden reichen die Gefühle.

Wallfahrtskapelle Gschnaid ~ Blick ins Innere
Wallfahrtskapelle Gschnaid ~ Blick ins Innere

Die ehemalige Messnerin Maria Zaha, die sich jahrelang um die Kreuze gekümmert hat, sich aber letztes Jahr vierundachzigjährig in den verdienten Ruhestand begeben hat, bat darum, keine Kreuze mehr aufzustellen, weil ihr die Arbeit zu viel würde, und auch die Entsorgung der vermodernden Kreuze als Sondermüll, da lackiert, zu aufwändig wäre ~ die Bitte wurde nicht erhört. Immer wieder stehen neue Kreuze auf dem Gelände . . .

Wallfahrtskapelle Gschnaidt ~ Altar
Wallfahrtskapelle Gschnaidt ~ Altar
Wallfahrtskapelle Gschnaidt ~ Decke
Wallfahrtskapelle Gschnaidt ~ Decke
Fürbitten ~ Maria oder die Engel sollen helfen . . .
Fürbitten ~ Maria oder die Engel sollen helfen . . .

Für mich selbst war der Besuch von Gschnaidt ein Anlaß, über Tod, Sterben, die Endlichkeit des individuellen Seins nachzudenken. Und wie Mensch, wie Gesellschaft damit umgeht. Wie die institutionellen christlichen Religionen damit umgehen. Und mit dem, was davor liegt, dem Leben.

wieder draußen ~ Kreuze mit Trauerflor
wieder draußen ~ Kreuze mit Trauerflor

Damals, als ich im Übergang von der Kindheit zur Welt der Erwachsenen das selbständige Denken erlernt habe, da war Jesus ‚in‘, wie man so sagt. Jesus Christ Superstar, man!!! Das Zeitalter des Wassermanns war angekündigt, sollte die Welt mit Liebe überfluten, und alles würde gut! Love, Peace and Understanding! So ganz hat das nicht einmal auf dem Woodstock-Festival geklappt, das sich demnächst zum 50ten mal jährt. Aber das Marketing für Film und Musikalben war jedenfalls phänomenal und hat das Festival zur Legende gemacht. Daß es auch da schon Einzelfälle von sexueller Belästigung bis zur Vergewaltigung gab, ließ man dafür mal eben unter den Tisch fallen.

Kreuz mit Trauerflor
Kreuz mit Trauerflor

Zurück zum Thema. In einem Roman von James A. Michener, Titel im Original ‚The Drifters‘, im Deutschen wieder einmal verballhornt zu ‚Die Kinder von Torremolinos‘, gab es zu der angesagten schönen neuen Welt (des Wassermanns), die die Jugend erschaffen wollte, einen Kommentar eines der älteren Protagonisten ~ frei aus dem Gedächtnis zitiert: ‚Eine neue Welt habt ihr erst erschaffen, wenn ihr neue Wege gefunden habt, eure Toten zu bestatten.‘ Allerdings hat sich da noch nicht allzuviel getan, genauso, wie das Zeitalter von Liebe, Frieden und Verständnis noch immer auf sich warten läßt.

auch im Tode durch Perlenkette vereintes Paar
auch im Tode durch Perlenkette vereintes Paar

Was geblieben ist, ist das Kreuz. Und da fängt für mich schon die Schwierigkeit an, die Irritation. Was soll ich bloß von einer Religion halten, die sich als Symbol, als Logo sozusagen, ein Folterwerkzeug ausgesucht hat, Folter bis zum Tode? Die sich die Religion der Liebe nennt, deren körperliches Ausleben aber immer noch mit Sanktionen belegt, wenn sie nicht in genau der vom großen Papa vorgeschriebenen Weise stattfindet? In der Ehe, aber um Gottes Willen nicht mit Verhüterli? Ehe, aber nur zwischen Mann und Frau? Und nur diesem einen Mann und dieser einen Frau? Und wenn die sich endgültig auseinander gelebt haben, gilt jede andere Liebe als Ehebruch, als Verstoß gegen das heilige Sakrament der Ehe, die nur Gott selbst persönlich aufheben kann? Und wenn die Priester dieser Religion sich an Kindern vergreifen, dann wird vertuscht, was das Zeug hält? Und die eine Hälfte der Menschheit in dieser Religion, oder ich sag jetzt mal Kirche, nur in untergeordneter Funktion tätig werden darf, weil unfähig, direkt mit Gott, dem Allmächtigen, in Kontakt zu treten?

Priesterecke
Priesterecke

Allmächtiger! Wenn man der Schrift folgen kann, haben die Jünger dieser Religion den expliziten Auftrag, die frohe! Botschaft zu verkünden. Christ (= der Gekreuzigte!) ist auferstanden? Davon ist allerdings in der Praxis recht wenig zu merken. Sogar die Engel schauen allenfalls pflichtsbewußt, öfter aber streng im vollen Bewußtsein des göttlichen Auftrags und der darin implizierten Macht. Maria, die ‚Mutter Gottes‘, irgendwo zwischen verlegen ob der beschränkten Rolle, die ihr in dieser Religion zugestanden wird, manchmal schon eher in Richtung grenzdebil. Und INRI läßt sich hängen . . .

Christus und die Muttergottes
Christus und die Muttergottes

Böse ist er heute wieder, der Gutmann! Allerdings mehr aus Verzweiflung über die Verwirrspiele dieser Kirche. Allmächtiger! Wenn es in dieser Kirche um etwas anderes ginge als um Macht, darum, das dumme Fußvolk nach der Pfeife der Mächtigen tanzen zu lassen. Aber diese Kirche(n) sind viel zu sehr im alten Testament verhaftet, im Testament des zornigen, rachsüchtigen, kontrollierenden und strafenden Gottes, anstatt an dem der Liebe. Da bleibt die Freude am Leben, da bleibt Lebensfreude auf der Strecke . . .

gibt es den richtigen Zeitpunkt? Zu früh gestorben?
gibt es den richtigen Zeitpunkt? Zu früh gestorben?

Übrig und letztlich unbefriedigt bleiben menschliche, allzu menschliche Bedürfnisse. Sinn-stiftende Erklärungen für alle Unwägbarkeiten, mit denen Mensch in das Leben geworfen ist ~ und da wieder herausgerissen wird. Ein Leben, das als Individuum endlich ist, das aber über Liebe, Liebe zum Mitmenschen, Liebe zum Partner, Geburt, Liebe zum Kind, über individuelle Grenzen, über den Tod hinaus perpetuiert wird, von Generetion zu Generation. Auf Hilfe, wenn ein geliebter Mensch aus dem Leben fällt. Es sollte möglich sein, in Freude zu leben, auch im Angesicht der Endlichkeit des persönlichen Lebens. Es sollte möglich sein, Lebensfreude (und dazu gehört auch Sinnesfreude!) und die Vermittlung von Lebensfreude als (göttlichen?) Auftrag, Kern und Sinn dieses Lebens zu begreifen.

Kreuz mit Rose
Kreuz mit Rose

Ob diese Kiche(n) in der heutigen Zeit noch diesem Auftrag gerecht werden können, ob sie dem jemals gerecht geworden sind, das mag ich aber bezweifeln. Dazu müßte Kirche von der Macht lassen, vom eingebildeten Selbstverständnis, im Besitz der einzig seelig machenden Wahrheit zu sein, nach der sich alle anderen gefälligst zu richten haben. Und von den Insignien der Macht, also auch vonm materiellen Reichtum. Aber vielleicht kommt das Zeitalter des Wassermanns ja doch noch, mit ein wenig Verspätung . . .

Endlichkeit auch hier ~ vorgesehen zur Entsorgung
Endlichkeit auch hier ~ vorgesehen zur Entsorgung

Schneetreiben Ende Mai?

oder warum ist es am Rhein so schön?

der alte Herr Magirus am alten Rheinkanal
der alte Herr Magirus am alten Rheinkanal

In den letzten Jahren mit dem alten Herrn Magirus habe ich mir angewöhnt, immer wieder an den Rhein zu fahren, nicht weit weg von meiner Heimatstadt Freiburg. Auf das unermüdlich fließende Wasser zu schauen und genauso die Zeit einfach fließen zu lassen, das beruhigt ungemein. Wenn der alte Herr Gutmann ein wenig aus dem Gleichgwicht gerät, dann hilft ein Aufenthalt hier, daß alle Dinge des Lebens wieder in die richtige Position fallen. Außerdem ist es schön hier 🙂

der alte Rheinkanal ~ Wehr
der alte Rheinkanal ~ Wehr
Pappeln, Weiden, Eschen und die üblichen Verdächtigen des Auwalds
Pappeln, Weiden, Eschen und die üblichen Verdächtigen des Auwalds

Ich genieße den Anblick jeder Menge von Laubbäumen, die wachsen und gedeihen, wie es ihnen gerade gefällt. Das ist kein Wirtschaftswald, der alte Rhein ist hier sozusagen eine Sonderwirtschaftszone, in der die EDF (Energie de France) ihr Geld mit einer Kette von Wasserkraftwerken verdient, immer kombiniert mit Schleusen für die Schiffahrt. Die Bäume sind da nicht im Fokus der Verwertung, ein Glück!

Pappeln und Eichen
Pappeln und Eichen
um die Pappel "Urwald"
um die Pappel „Urwald“

Jetzt Ende Mai schicken die Pappeln und Weiden ihre Samen in flusigen Wattebäuschen auf die Reise, um für Nachkommenschaft zu sorgen. Ein richtiges Schneetreiben ist das, fast leichter als Luft, jeder Windstoß reicht aus, die Flocken wieder nach oben zu wirbeln. Auf die Fahrspuren legt sich das als dicker Teppich, auch im Bus sammelt sich das in allen Winkeln, auf dem Boden, auf dem Sofa, auf dem Bett, und bei der kleinsten Bewegung fangen die Bäuschchen wieder an zu fliegen . . .

Weide am Ufer
Weide am Ufer

Auf den normalen Bildern ist dieses spektakuläre Treiben kaum zu sehen (aber wer genau hinschaut ~ nein, das sind keine Fehler im Bild 🙂 ), man muß die Schärfeebene schon ein Stück näher an die Kamera legen, damit das auch auf diesen kleinen Bildern sichtbar wird.

Weide am Ufer ~ Schärfe auf das 'Schneetreiben'
Weide am Ufer ~ Schärfe auf das ‚Schneetreiben‘
Schneetreiben
Schneetreiben
wo kommt's her? ~ da kommt's her!
wo kommt’s her? ~ da kommt’s her!

laaangweilig!

(k)ein Platz für eine Nacht ~ Protest der Jäger
(k)ein Platz für eine Nacht ~ Protest der Jäger
das erste Morgenlicht auf dem Kamm gegenüber
das erste Morgenlicht auf dem Kamm gegenüber

mal was anderes . . .

als die ewigen, langweiligen Landschaftsbilder 🙂

sitzend auf der schmalen Sichel ~ traurige Fee?
sitzend auf der schmalen Sichel ~ traurige Fee?

Da gab es also Beschwerden. Schöne Photos, aber wo sind die Menschen? Keine Menschen überhaupt nicht! Nur Landschaft. Irgendwie laaangweilig . . . keine neue Kritik, und nicht nur dieserjenige Photograph muß damit leben, wie auch hier schon einmal beleuchtet in Bezug auf eine Photoausstellung von Wim Wenders. Wenn sich wenigstens die Kritiker(Innen) einmal als Photomodell zur Verfügung stellen würden, möglichst ohne die Schnute zu verziehen, und dann auch mit der Veröffentlichung in diesem Blog oder auf den Bilderseiten einverstanden wären . . . .

Engel, Putten . . .
Engel, Putten . . .

Ansonsten steht nämlich der Veröffentlichung das deutsche Recht auf das eigene Bild im Weg, das immer hysterischer berufen wird, seit einige Promis sich eher mehr als weniger* zu Recht juristisch gegen aufdringliche Paparazzi gewehrt haben. Wobei das Photographieren an sich zumindest in der Öfffentlichkeit nicht strafbewehrt ist, jegliche unautorisierte Veröffentlichung (was auch das Zeigen eines Bildes auch nur einem einzigen anderen Menschen bedeuten kann) sehr wohl. Da ist Ärger vorprogrammiert, dem ich lieber aus dem Weg gehe.

. . . Wichtel oder Gnome mit langen Ohren . . .
. . . Wichtel oder Gnome mit langen Ohren . . .

Dann also als Alternative diese Gesellen, die mir gestern über den Weg gelaufen sind. Nachdenkliche Feen und andere Schönheiten, Gnome und Kettenhunde mit langen Ohren, aus Fantasy und Sagen entsprungen, neben Engeln und Putten auch mal gut gelaunte Buddhas. Und keiner läuft davon, keiner macht eine Schnute, alle sind willige Photomodelle, geduldig und bereit zur Kooperation. Eine Wohltat! 🙂

eingeflogen aus dem fernen Osten ~ Buddhas und Elefanten
eingeflogen aus dem fernen Osten ~ Buddhas und Elefanten
tsstsstss! ~ lassen sich nicht einmal bei intimen Beschäftigungen stören :)
tsstsstss! ~ lassen sich nicht einmal bei intimen Beschäftigungen stören 🙂
Putte an gemütlichem Plätzchen
Putte an gemütlichem Plätzchen
ein Schläfchen in Ehren . . .
ein Schläfchen in Ehren . . .
müde vom tagelangen Rumliegen, aber gut gelaunt :)
müde vom tagelangen Rumliegen, aber gut gelaunt 🙂
sinnlich genüßliches Schnuppern
sinnlich genüßliches Schnuppern
ein geflügelter Kettenhund, nicht ganz so gut gelaunt
ein geflügelter Kettenhund, nicht ganz so gut gelaunt
zum Abschied noch eine Schönheit
zum Abschied noch eine Schönheit

* das Recht auf’s eigene Bild kennt nämlich die Einschränkung, die Personen von öffentlichem Interesse ausschließt. Und die meisten der sogenannten Promis leben sehr gut von diesem öffentlichen Interesse. Aber auch die haben ein Bedürfnis nach Privatleben und Paparazzi können auf die Nerven gehen . . . wo liegen die Grenzen?

mal eben wieder Winter

der Winter auf Stippvisite im Mai
der Winter auf Stippvisite im Mai

Wenn man wissen will, wie das Wetter ist, soll man aus dem Fenster schauen. Zum Glück habe ich viele und große Fenster, die mir vom Frühstückstisch, eine Tasse Kaffee in der Hand, einen 180° Blick erlauben. Und was gibt’s heute morgen zu sehen? Kein einziges Grad, dafür Schnee in der vorher grünen Landschaft. Die Bäume wundern sich. Und der Gutmann vermißt den vom Wetterbericht für die Frühstückszeit angekündigten zweistündigen Sonnenschein. Aber was solls: HaiTzung läuft und bläst mir warme Luft um die Beine. Also auf geht’s! Für erste feste Nahrung sorgen!

sheep revisited

nach mehreren Besuchen bei den Schafen ~ Lust zur Photosession?
nach mehreren Besuchen bei den Schafen ~ Lust zur Photosession?

Unzufrieden mit den Bildern neulich, die ich mit dem Handy geschossen hatte, bin ich noch mehrmals mit der Sony bei den langhaarigen Schafen mit den schön gedrehten Hörnern vorbeigelaufen, allerdings hatten meine Photomodelle keinerlei Lust mehr, sich aus der hintersten Ecke der Wiese zu diesem Menschen mit dem einen großen Auge zu begeben. Überflüssiger Energieaufwand!

Jau, da kommen sie angelaufen!
Jau, da kommen sie angelaufen!

Diesmal aber konnte ich sie überreden, rein verbal selbstverständlich, denn fremde Tiere zu füttern gehört sich nicht. Auch wenn die Schafe selbst ein wenig enttäuscht waren und sich deshalb bald wieder unter den Schatten eines Baumes verzogen haben.

Gruppenbild mit Schafen ~ gibt's jetzt was zu futtern?
Gruppenbild mit Schafen ~ gibt’s jetzt was zu futtern?
Schaf mit schön geschwungenen Hörnern
Schaf mit schön geschwungenen Hörnern

Und, ist der Gutmann jetzt zufrieden mit den Aufnahmen? So so, la la! Bei schönstem Wetter ist der Kontrast zwischen Licht und Schatten viel zu kräftig, aber so ist’s und so bleibts. Irgendwann muß gut sein!

andere Schafe ~ mit Nachwuchs
andere Schafe ~ mit Nachwuchs

Schön fand ich auch diesen gewaltigen Efeustamm am Baum unten. Ob die Koexistenz friedlich ist oder nicht, der Baum lebt jedenfalls und teilt sich das Licht mit dem an ihm hochgewachsenen Efeu. Geht doch!

Baum mit Efeu ~ Koexistenz . . .
Baum mit Efeu ~ Koexistenz . . .

Schnipsel, oder: schäm er sich! :)

neugierige Schafe im Allgäu ~ niedliche Wollknäuel
neugierige Schafe im Allgäu ~ niedliche Wollknäuel

Da ist erstmal eine Runde Schämen angesagt! Alle Photos in diesem Beitrag sind mit der eher unterirdischen Kamera meines Handys aufgenommen, weil ich entweder zu faul oder, wohlwollend betrachtet, zu vorsichtig war, im Nieselregen die gute Sony aus dem Rucksack zu holen (Kühe, Bäume) oder die erst gar nicht dabei hatte, wie bei dem Bild von den Schafen. Aber im Ernst, sind die nicht niedlich?

Allgäuer Kuh mit den großen weißen Ohrtrichtern
Allgäuer Kuh mit den großen weißen Ohrtrichtern

Wobei die einen tatsächlich neugierig angucken können, wie man sieht. Die Kuh war mindestens so neugierig, es fällt aber auf, daß sie einem nicht direkt ins Gesicht schauen kann. Die Augen sind seitlich und nach unten gerichtet, dahin, wo das Gras wächst. Dafür kann die Kuh nichts, aber Mensch Gutmann fragt sich dann, wie Kuh die Welt sieht. Wohl kaum, was sie direkt vor der Nase hat, dafür aber ~ leider nur zweidimensional ~ in einem weiten Winkel fast alles um sich herum. Im Kern vor allem Vorsicht und allzeit bereit zur Flucht. Ob das Futter gut ist, wird nicht gesehen, sondern gerochen.

Allgäuer Kuh ~ gucken nur nach seitlich unten?
Allgäuer Kuh ~ gucken nur nach seitlich unten?

Ob diese Hütten unter der Baumgruppe tatsächlich mein Altersruhesitz werden könnten, will ich doch bezweifeln, trotz guter Aussicht. Da bin ich ein wenig mehr Komfort gewohnt . . . 😉

Altersruhesitz mit Aussicht?
Altersruhesitz mit Aussicht?

Und zum Schluß ~ Tusch!!! ~ doch noch ein Bild mit der Sony, die ich mal eben in den fallenden Nebel getragen habe, wobei sie rundum winzige Tröpfchen abbekommen hat. Schön sieht sie aus, die Linde im Niesel, aber ich freu mich trotzem auf den sonnigen Tag, der für morgen angekündigt ist 🙂

Linde in Nebel und Nieselregen . . .
Linde in Nebel und Nieselregen . . .